Unsere Geschichte

Seit über 40 Jahren ist Campus für Christus in der Schweiz aktiv. Tauche in unsere Geschichte mit Gott ein.

mehr Anzeigen

1973 - 1983

FUNDAMENTE UND AUFBRUCH

Es sind vier Merkmale, die Campus für Christus Schweiz von Beginn weg auszeichneten:

  • innovative Wege der Evangelisation,
  • die Zusammenarbeit mit dem ganzen Leib Christi,
  • die Betonung der örtlichen Kirchengemeinde,
  • das Vertrauen in die Kraft des Heiligen Geistes.

Als leitende Mitarbeiter der ersten Jahre verkörpern Ben und Barbara Jakob, Hanspeter und Vreni Nüesch, Ruedi und Yvonne Altorfer diese Werte in ausgeprägter Weise.

Zusammen mit gleichgesinnten Freunden, Partnern und Mitarbeitern gelingt es ihnen, eine damals einzigartige geistliche Bewegung im Land zu lancieren. Die «Aktion Neues Leben» und die  Frühstückstreffen von Frauen für Frauen» mobilisieren auf breiter Ebene sowohl die «gewöhnlichen» Leute als auch führende Meinungsmacher und Kirchenleute. Das Miteinander der Christen schafft Vertrauen.

Diese Bewegung Anfang der 1980er-Jahre legt das Fundament für alle weiteren Aufbrüche, für neue Dienstzweige und für geistliche Segensströme ins In- und Ausland.

» 1973 - 1983 im PDF

01. Februar

«Wirksames Zeugnis in der Kraft des Heiligen Geistes»: Ben Jakob in einem Schulungskurs für persönliche Evangelisation.
mehr Anzeigen

Wirksames Zeugnis in der Kraft des Heiligen Geistes

Kernstück der ersten Campus-Jahre sind die damals neuartigen «Schulungskurse für ansteckendes Christsein». Sie stossen auf erstaunliches Echo. Bereits im ersten Jahr besuchen über 1300 Personen einen der Kurse, in den ersten zehn Jahren sind es über 17 000. Ben Jakob und erste vollzeitliche Mitarbeiter schulen zusammen mit einem Team von Freiwilligen (darunter Karl Albietz, Leiter von «Christus für alle» und späterer Direktor von St. Chrischona, sowie Robert Rahm, Mitinhaber der Rimuss-Kellerei) interessierte Christen aus allen Kirchen, ein geisterfülltes Leben zu führen und wirksam vom Glauben zu reden.

Viele gute Kontakte zu Leitern von Landes- und Freikirchen werden geknüpft, und unter anderem mit der SAFE (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Evangelisation) wird wichtige Vernetzungsarbeit geleistet. Zwei Studienreisen mit Pfarrern und Predigern in die USA dienen dazu, die Kampagne «Here’s Life» bekannt zu machen und bilden die Basis für die erste Aktion Neues Leben 1979 in Biel.

Am 1. Mai 1977 beginnen Hanspeter und Vreni Nüesch die Studentenarbeit an der ETH Zürich; dies mit zwei Zielen und in enger Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bibelgruppen (VBG):

  • Evangelisation und Weiterführung von neuen Gläubigen, sodass sie das Evangelium selbst wieder anderen vermitteln können
  • Förderung bereits gläubiger Studenten (unter anderem Mitglieder der VBG) in Evangelisation und
    Jüngerschaft

Bis Ende 1979 treffen sich über 100 Studenten in 13 von Campus-Mitarbeitern und Studenten geleiteten Gruppen.

01. Juni

Ausgesendet von der Agape-Bewegung: Peter Regez arbeitet als Dozent in Kinshasa (DR Kongo) und hilft mit seiner Frau Marianne in der Studentenarbeit.
mehr Anzeigen

Aktion Neues Leben in Basel und mit Agape nach Afrika

Die Strategie der Aktion Neues Leben (ANL) schafft einen wichtigen Zugang zur Landeskirche und öffnet die Türen für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Vielerorts beginnt man zum ersten Mal über Gemeindeevangelisation zu diskutieren und sich mit dem Thema zu beschäftigen. Durch die Aktion Neues Leben lernen viele Christen, auf natürliche Art und Weise über ihren Glauben zu reden und ihre Mitmenschen auf Jesus hinzuweisen.

Nach dem Pilotprojekt in Biel führen im Frühjahr 1981 etwa 1000 Mitarbeiter aus 38 Kirchgemeinden (16 reformierte, 2 katholische, 20 freie) in Basel eine Aktion Neues Leben durch. Als Frucht des gemeinsamen Einsatzes entstehen 200 von Laienmitarbeitern der örtlichen Gemeinde geleitete Bibelgesprächskreise Die Aktion wird sowohl von den beteiligten Gemeinden als auch von vielen kirchenfernen Menschen sehr positiv aufgenommen und öffnet die Türen für weitere Aktionen in anderen Schweizer Regionen.

Um sich vermehrt in der Gemeindearbeit und für die Koordination der Aktion Neues Leben einsetzen zu können, übergeben Hanspeter und Vreni Nüesch die Leitung der Studentenarbeit mit rund 30 verbindlich mitarbeitenden Freiwilligen an Andreas und Ruth Meyer.

Neu bei Campus gibt es den Arbeitszweig «Agape». Esther Stolz sowie Peter und Marianne Regez reisen als unsere ersten Auslandmissionare nach Afrika aus.

21. Juni

Das Team von Campus für Christus Schweiz 1983.
mehr Anzeigen

Aktion neues Leben in Zürich, Schaffhausen, Genf und erstes Frauenfrühstück

Zwischen Ostern und Pfingsten 1982 findet in Zürich und Schaffhausen sowie der Region Baden eine weitere Aktion Neues Leben statt. Über 200 verschiedene Kirchen und Gemeinden beteiligen sich an diesem gemeinsamen Einsatz.

Etwa 120 000 Menschen wünschen das angebotene Taschenbuch. Im ganzen Aktionsgebiet entstehen während der Aktion über 1300 Bibelgesprächskreise und schlagen eine Brücke zwischen den Gemeinden und den kirchlich Fernstehenden. In den typischen Landgebieten ist das Interesse am Taschenbuch und an den Bibelgesprächskreisen deutlich höher als in den Städten.

Im Frühling 1983 wird im Kanton Genf, koordiniert von Luc Bader, die erste französischsprachige Aktion Neues Leben durchgeführt.

Im September 1983 findet mit überwältigendem Echo das erste «Frühstückstreffen von Frauen für Frauen» in Zürich statt. Schnell breitet sich die Idee der überkonfessionellen Frauentreffen und -gruppen in der ganzen Schweiz aus – bis hin nach Deutschland und in andere europäische Länder.

Am 1. Juli 1983 übergeben Ben und Barbara Jakob die Leitung von Campus für Christus an Hanspeter und Vreni Nüesch. Sie selber ziehen ein Jahr später nach Deutschland, um dort die «Aktion Neues Leben» und die Frühstückstreffen zu fördern.

Im Oktober 1982 beginnen Kurt und Susanne Meier mit Esther Marti die Campus-Studentenarbeit in Bern. Pfr. Urs und Lilian Schmid, seit März 1983 Mitarbeiter, übernehmen ab 1. August die Leitung
der Studentenarbeit.

mehr Anzeigen

1984 – 1993

WACHSTUM IM IN- UND AUSLAND

Campus für Christus erlebt Mitte der 1980er-Jahre sein stärkstes Wachstum. Die EXPLO-Konferenzen Ende 1985, 1988 und 1990 geben vielen Tausend Christen im Land starke geistliche Impulse.

Gott schenkt uns viele neue Mitarbeiter: Sie tragen die Aktion Neues Leben in die Ostund Westschweiz. Sie multiplizieren die Studentenarbeit an den Unis von Bern, Basel und Lausanne. Sie lancieren neue Arbeitszweige wie Athletes in Action, Crescendo oder die Schule für Gemeindemitarbeit. Und sie übernehmen bei den EXPLOs organisatorische Aufgaben.

Vergleichsweise bescheidene Frucht erleben wir in der Schweiz Anfang der 1990er-Jahre. Dies trotz intensivem Engagement für die evangelistischen Projekte «CREDO91» und «Jesus für Züri». Auch die Arbeit mit den Studenten gestaltet sich im postmodernen Umfeld deutlich schwieriger.

Dafür öffnen sich mit dem Fall des Eisernen Vorhangs ganz neue Türen ins Ausland. Die neue TV-Arbeit «New Life Network» erreicht im ehemaligen Ostblock Millionen von Menschen, die das Evangelium von Jesus Christus noch nie gehört haben.

» 1984 - 1993 im PDF

09. Mai

Caspar strahlt den neuen Tag an, seinen ersten mit Gott. So viele Studenten wie noch nie machen in diesen Jahren einen Anfang im Glauben.
mehr Anzeigen

STUDENTEN, SPORTLER, MUSIKER, FRAUEN UND EXPLO 85

1985 finden zwei Aktionen Neues Leben (ANL) statt – im Frühjahr im Thurgau (2500 Mitarbeiter aus 67 Gemeinden, 28 000 verteilte Taschenbücher, 360 Gesprächskreise), im Herbst in der Waadt (2500 Mitarbeiter aus 143 Gemeinden, 36 000 Taschenbücher, rund 500 Gesprächskreise). In den Kantonen Bern, Solothurn, St. Gallen sowie Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

In der Studentenarbeit finden erfreulich viele Studenten zum lebendigen Glauben an Jesus. Beat und Airi Rink starten im Frühling 1985 in Basel eine Arbeit unter Musikstudenten. Philipp Nanz beginnt in Partnerschaft mit den VBG eine Arbeit unter Theologiestudierenden. JeanDenis Roquet ist in Lausanne in Zusammenarbeit mit der GBU (Groupes Bibliques Universitaires) aktiv. In Zürich übernimmt Francine Michel die Leitung der Studentenarbeit. Im Mai 1985 ruft Konrad Jost Athletes in Action Schweiz (AiA) ins Leben. Bald entstehen zwischen Lausanne und Pontresina über zehn Sportlertreffpunkte. Hier können interessierte Sportlerinnen und Sportler der Region einander treffen und sich über Lebens- und Glaubensfragen austauschen und weiterbilden. Etliche Spitzensportler finden zum Glauben.

Der Agape-Zweig im Ausland konzentriert sich auf «BELA VISTA», ein Rehabilitationsprojekt in Portugal, das 1989 an die spanische Drogenreha-Arbeit REMAR übergeben wird. Ende 1985 findet in Basel die erste EXPLO («Damit die Welt anders wird») statt, eine von weltweit 90 EXPLO-Konferenzen, die Christen zum aktiven Hinaustragen des Evangeliums motivieren. Für die 1800 Dauerteilnehmer stehen die denkwürdigen Vorträge von Pfarrer Urs Schmid über das «Leben im Heiligen Geist» im Vordergrund. Sie bewirken bei Christen aller Denominationen eine wachsende Offenheit für die Person und das Wirken des Heiligen Geistes.

07. April

Aktion Neues Leben – zwischen Ostern und Pfingsten 1986 in Bern und Umgebung allgegenwärtig
mehr Anzeigen

AKTION NEUES LEBEN IN BERN, SOLOTHURN, ST. GALLEN, APPENZELL AUSSERRHODEN – UND IM AUSLAND

Aktion Neues Leben in Bern und Solothurn: Nach zweijähriger Vorbereitung, koordiniert von Ruedi und Yvonne Altorfer sowie Heini Knecht und Hansjürg Mollet, suchen zwischen Ostern und Pfingsten 1986 rund 8000 Freiwillige aus 200 Gemeinden den Kontakt zu ihren Miteinwohnern.

Im Herbst 1986 ist es dank Vorarbeit von Edi Wäfler, Peter Höhn, Marcel Bregenzer, Hanskaspar Gantenbein und Werner Eberli in den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden soweit: Trotz mangelnder Unterstützung seitens der Kantonalkirche löst die Aktion Neues Leben viel Segen aus. Besonders erfreulich ist, dass in einzelnen katholischen Pfarreien zahlreiche Bibelgruppen entstehen. Der Film «Jesus» erweist sich als hilfreiches Mittel, um Katholiken zu erreichen. Vermehrt sind Schweizer Mitarbeiter im Ausland gefragt: Ben und Barbara Jakob sind in Deutschland beim Aufbau der Frauenfrühstückstreffen und der Projektreihe «Neu anfangen» engagiert. Ruedi und Yvonne Altorfer ziehen nach Paris, um die katholische Erneuerungsbewegung «Fondations» zu unterstützen, ein Projekt à la ANL, durchzuführen. Roland Kurth hilft den Kirchen im Südschwarzwald bei der Umsetzung von «Neu anfangen».

In der Studentenarbeit sind vor allem die Skilager evangelistische Hö- hepunkte; jährlich machen bis zu zwanzig Studenten einen Anfang im Glauben.

Nach drei stürmischen Wachstumsjahren, in denen sich die Mitarbeiterzahl von gut 20 auf 60 verdreifacht hat, geht es darum, die einzelnen Arbeitszweige zu konsolidieren. In der Administration bricht 1986 definitiv das Computerzeitalter an. Mit Horst Reiser (Administration), Andreas Kron (Buchhaltung) und Christian Moser (Personal) haben unsere zentralen Dienste ein kompetentes Team.

28. Dezember

Seit 1988 sind regelmässig akkreditierte Sports-Chaplains an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften im Einsatz. Im Bild: Thomas Zindel mit Rosa Mota, Marathonsiegerin aus Portugal.
mehr Anzeigen

VON DER AKTIONS- ZUR SCHULUNGSBEWEGUNG

Die EXPLO 88 «Gebet verändert die Welt» Ende des Jahres in Basel bringt auf vielfältige Art die Bedeutung des Gebets, der Fürbitte und der Anbetung ins Bewusstsein der 3500 Teilnehmer.

Mit der Aktion Neues Leben – koordiniert von Edi Wäfler, Peter Keller und Heini Knecht – sind 1989 die Kantone Aargau und östliches Solothurn an der Reihe. Rund 1000 Christen aus 20 reformierten und 40 Freikirchen arbeiten mit; 2000 interessierte Menschen nehmen an einem offenen Bibelgesprächskreis teil. Für weitere geplante Aktionen Neues Leben (BaselLandschaft, Graubünden, Tessin) erweist sich die Basis als zu schmal. Unsere Mitarbeiter bereiten sich dafür mit aller Kraft auf die evangelistischen Projekte von CREDO91 und die als Vorbereitung dazu geplante EXPLO 91 vor. Campus für Christus erkennt jetzt zunehmend seine Rolle als vernetzend arbeitende Schulungsbewegung. Unsere regionalen Koordinatoren der Aktion Neues Leben (neu «Missionarischer Gemeindeaufbau») bieten neben der «Schule für Gemeindemitarbeit» (SGM) Kurse für Gebet, Leitung von Hauskreisen und Grundlagen biblischer Seelsorge an.

Die Studentenarbeit wächst und hat wöchentlich 200 Gottesdienstbesucher und 36 Gesprächskreise. Frauenfrühstückstreffen finden an 25 Orten statt, in der Westschweiz und im Tessin gibt es erste Treffen. Crescendo wird zu einem wachsenden Netzwerk von klassischen Musikern mit Kontakten nach ganz Europa.

Agape ist im Aufwind: Stefan und Ursula Jakob koordinieren das neue China-Partnerschaftsprojekt und organisieren Sommerprojekte in Bolivien, Zaire, Russland, den Philippinen und der Ukraine. Diese Kurzzeiteinsätze werden für viele der total 150 Teilnehmer zu einer prä- genden Lebenserfahrung und bei einzelnen zum Sprungbrett für einbis mehrjährige Einsätze mit Agape.

01. August

EXPLO 91 in Lausanne mit 7300 Dauerteilnehmern unter dem Motto „Christen begegnen – dem Nächsten dienen“
mehr Anzeigen

700 JAHRE SCHWEIZ UND IM OSTEN WEIT OFFENE TÜREN

Ende 1990 findet – erstmals zweisprachig – die EXPLO 91 in Lausanne statt und dient der Vorbereitung auf die Projekte von CREDO91, einer Palette von missionarischen und diakonischen Aktivitäten anlässlich der 700-Jahr-Feier der Schweiz. Zudem sind ein Jahr nach dem Fall des Eisernen Vorhangs die Türen nach Osteuropa weit offen, sodass Teile des EXPLO-Programms per Satellit übertragen werden können.

An der EXPLO 91 wird den über 7300 Dauerteilnehmern bewusst, dass sie als Bewohner der reichen und freien Schweiz eine Verantwortung für die Welt haben. Etliche nehmen in der Folge an einem von zwanzig Sommerprojekten in Südund Osteuropa, Afrika und Südamerika teil. Schweizer Studentenmitarbeiter gehen für Jahreseinsätze an osteuropäische Unis, um evangelistische Studentenbewegungen aufzubauen. Ebenfalls im ehemaligen Ostblock knüpfen Walter Kast und Brian Kelley erste Kontakte zu TVStationen und bewirken die regelmässige Ausstrahlung von evangelistischen TV-Sendungen inklusive des Jesus-Films. Das Partnerschaftsprojekt für China finanziert mittlerweile den Lebensunterhalt von 130 Hausgemeinde-Missionaren.

Im Inland zeigt sich bei der Auswertung von zehn Jahren Aktion Neues Leben: Um geistliche Bewegungen auszulösen, müssen wir auf allen Ebenen «Timotheusse» ausbilden, die als geistliche Multiplikatoren «fähig sind, das, was sie gelernt haben, in andere Menschen zu investieren» (2. Timotheus 2,2). Diesem Ziel dienen die Schulen für Gemeindemitarbeit in Basel, Bern und Zürich, die neu gegründete Arbeitsstelle für Pfarrei-Bibelarbeit (eine Frucht der Aktion Neues Leben St. Gallen) sowie das 1991 von Roland Kurth und Peter Höhn gestartete Institut Koinonia.

Bei Athletes in Action übernehmen Thomas und Marlies Zindel 1991 die Leitung. Die Camp-Arbeit wächst, und es entsteht ein grosses Netz von Freiwilligen.

17. September

Mission Wolga: Grosser Hunger nach Gott. Hauptredner ist der finnisch-lutherische Pfarrer Kalevi Lehtinen, ehem. Leiter von Campus für Christus Europa.
mehr Anzeigen

EVANGELISATION MIT RÜCKEN- UND GEGENWIND

1992 steht im Zeichen von «Mission Wolga». Multinationale Teams befahren per Schiff die Wolga, legen bei zwölf grösseren Städten an, evangelisieren und schulen die Christen vor Ort. Viele dieser Städte haben seit der zaristischen Zeit keine Ausländer mehr gesehen.

Roland Kurths Engagement in Nischni Nowgorod führt zum Aufbau des Zentrums Agape mit einem Dutzend russischer Mitarbeiter und eigenem Verlag. Die Agape-Musikerarbeit veranstaltet Konzerte in Schulen, Gefängnissen und Kirchen. Ein Gemeindeberatungs- und Schulungsdienst wird aufgebaut, Arztpraxen werden gegründet, Jugendcamps durchgeführt und humanitäre Hilfeleistungen organisiert.

1992 übernimmt Kurt Burgherr von Stefan Jakob die Agape-Leitung. Bis 1994 liegt das Schwergewicht auf zeitlich befristeten missionarischen Einsätzen in Russland, der Ukraine, Paraguay, Bolivien und Sambia, in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden.

Der neue Medienzweig «New Life Network» wird von über 2000 Bestellungen für christliche TV-Sendungen geradezu überschwemmt. Millionen von Menschen im ehemaligen Ostblock werden erreicht, Hunderttausende von brieflichen Reaktionen gehen bei unseren Partnern wie GUS-TV ein.

In der Schweiz spüren wir seit «Jesus für Züri» punkto Evangelisation mehr Gegenwind. Angesichts von Esoterikboom, Konsumsucht und postmoderner Beliebigkeit sind neue, bedürfnisorientierte Wege gefragt. Einen Ansatz bietet das neu entwickelte Seminar «Erfolgreich studieren», das bei Studenten auf gute Resonanz stösst. Die Zielgruppenarbeiten (AiA, Crescendo) und die Frauenfrühstückstreffen mit 40 Treffen in der Schweiz und weiteren 100 in Europa entwickeln sich erfreulich weiter.

mehr Anzeigen

1994 - 2003

RAUM FÜR DEN HEILIGEN GEIST

Postmoderne – dieser Begriff beschreibt seit Beginn der 1990er-Jahre den Zeitgeist mit seinem Streben nach Hightech und Hedonismus (Lustoptimierung) und seiner Fülle von möglichen Denk-, Lebensund Glaubensentwürfen. Die Schattenseite der postmodernen Multioptionsgesellschaft: zunehmende Vereinzelung, Orientierungslosigkeit und Sinnleere.

Campus für Christus ist herausgefordert, neue Strategien zu finden. Wirksame Evangelisation braucht im Hightechzeitalter «High Touch».
Es reicht nicht mehr, dass Menschen nur die richtigen Worte hören, sie müssen Gott auch erfahren können – durch authentisches Leben, sinngebende Gemeinschaft und die Kraft des Heiligen Geistes.

Weil dies ganz neu bei uns selbst anfangen muss, suchen wir Gott vermehrt im Gebet. Seine Antwort bleibt nicht aus: In der Folge erfahren wir das Wirken des Heiligen Geistes in einer nie gekannten, tiefen Weise.

Die neu entdeckte Dimension des Heiligen Geistes wirkt sich auch im Dienst an der Front aus, besonders in den geistlich starken EXPLOs 97 und 2000 sowie in der Bewegung der Alphalive-Kurse, die Gott uns ab 1998 anvertraut. Wir begreifen es neu: Der entscheidende Evangelist ist der Heilige Geist!

» 1994 - 2003 im PDF

03. Oktober

Die Mitarbeiter des Instituts Koinonia: Katalysatoren für Campus-interne und -externe geistliche Erneuerungsprozesse.
mehr Anzeigen

DER HEILIGE GEIST ERFASST UNSERE HERZEN NEU

Nach Jahren dynamischen Wachstums und grosser Projekte befinden sich manche Arbeitszweige in einer Phase äusserer und innerer Stagnation. Angesichts geringer Frucht, postmoderner Gleichgültigkeit im Land und einer empfundenen Unzulänglichkeit, diesem Abwärtstrend etwas Wirksames entgegenzusetzen, haben viele Mitarbeitende das Gefühl, an ihre Grenzen gekommen zu sein.

Vor und während der Mitarbeiterretraite 1994 widmen wir uns intensiv dem Gebet und dem Hören auf Gott. Überraschend und stark erleben wir das Wirken des Heiligen Geistes. Wir kehren als ganze Crew erfrischt und verändert zurück. Das vielleicht wichtigste Resultat: In der Leitung und Mitarbeiterschaft hören wir auf, einander verändern zu wollen, und beginnen dafür, einander in unseren Stärken zu fördern. Eine neue Kultur des Miteinanders hält Einzug. Die SGM (Schule für Gemeindemitarbeit)in Zürich, Basel, Bern, Weinfelden und Landquart besuchen zurzeit gesamthaft 135 Schülerinnen und Schüler. 1995 löst sich die Arbeitsstelle für Pfarrei-Bibelarbeit rechtlich und organisatorisch von Campus für Christus, um gegenüber der katholischen Kirche freier agieren zu können. Gut 1000 Katholiken haben in den letzten Jahren über die Glaubenskurse den Weg in Bibelgruppen und zum lebendigen Glauben an Jesus gefunden.

Insgesamt fliessen 30 Prozent unserer Spenden ins Ausland. Ende 1995 erreicht uns der Hilferuf eines nordkoreanischen Diplomaten. Wir organisieren eine Reislieferung in das von Hungersnot heimgesuchte Land. 6000 Familien erhalten das Nötigste zum Leben. Damit wird der Grundstein für ein nachhaltiges Engagement in Nordkorea gelegt.

09. Mai

1996 startet Crescendo in Basel die «Kirche Kreativ», von Künstlern gestaltete Gottesdienste, die es heute weltweit in rund 40 Städten gibt.
mehr Anzeigen

GEISTLICHE LEITERENTWICKLUNG FÜR KIRCHE UND GESELLSCHAFT

Geistlich neu gestärkt freuen wir uns, Ende 1997 wieder eine EXPLO durchzuführen. «Vision, Passion, Mission» verzeichnet in Basel mit 8600 Dauergästen einen Besucherrekord und integriert zentrale geistliche Wahrheiten, die Gott uns in den letzten Jahren gelehrt hat. Christliche Ex-Gefangene und Betreuer aus Argentinien, Makram Morgos aus dem Sudan sowie messianische Juden und palästinensische Christen stecken die EXPLO-Besucher mit ihrem Pioniergeist und ihrer Glaubenssicht für das Reich Gottes an.

Die Förderung geistlicher Leiterschaft wird immer wichtiger. Sei es die Schule für Gemeindemitarbeit, die neue Schule für Leiterschaft und Lebensgestaltung (Institut Koinonia) sowie das Dozentenforum oder seien es die neuen Zweige «History’s Handful» und «Christen im Dienst an Kranken» (CDK): Menschen in Kirche und Gesellschaft werden angeleitet, wie sie mit dem Heiligen Geist leben, ihr Leitungspotenzial entwickeln und ihre Verantwortung im Reich Gottes wahrnehmen können. Als nationaler Partner der «Natürlichen Gemeindeentwicklung» (NGE) lanciert das Institut Koinonia ein Instrument für nachhaltiges, gesundes Gemeindewachstum.

Ein Beispiel wachsender Zusammenarbeit über Gemeinde- und Werkgrenzen hinaus ist das 1996 gegründete Männerforum, koordiniert von Campus für Christus und geleitet von Vertretern verschiedener Organisationen.

Im Ausland wachsen die Medienarbeit von New Life Network und die Partnerschaftsprojekte in Russland und China weiter. Aufgrund der Hungersnot in Nordkorea bittet deren Botschafter explizit uns als Christen um Hilfe. Unter Beizug christlicher Fachleute wie Olivia Fässler und Jörg Altorfer und finanziert durch History’s Handful lanciert Horst Reiser ein landwirtschaftliches Projekt zur Förderung der Feldgrasnutzung (Heu) und der Milch- und Fleischproduktion durch Ziegenzucht.

Unter der Projektleitung von Mike Zurbrügg und Michael Müller erhalten mit «Young Mission» und «Follow Me» neu auch Jugendliche und junge Erwachsene Einsatzmöglichkeiten mit Agape im Ausland.

13. Juni

Rachel und Martin Stoessel, seit 1998 Koordinatoren für die Schweizer Alphalive-Kurse, bringen frischen Wind in die Evangelisation im Land.
mehr Anzeigen

ALPHALIVE, EXPLO 2000, UFBRUCH21 UND DAS NEUE MILLENNIUM

Dank Alphalive herrscht im Bereich Evangelisation Aufbruchstimmung. Dr. Martin Stoessel und seine Frau Rachel, die 1993 drei Monate in der anglikanischen Mutterkirche Holy Trinity Brompton (HTB) in London gearbeitet haben, bringen als Pionierehepaar die Alpha-Bewegung in die Schweiz. Peter Höhn trifft sie 1996 «zufällig» an einem Gebetsseminar und fordert sie auf, in Partnerschaft mit Campus für Christus und der HTB die Alphalive-Kurse in der Schweiz vollzeitlich zu koordinieren. Die Richtigkeit dieses Schritts bestätigt sich: 1998 führen 60, ein Jahr später bereits 160 Gemeinden (davon 35 in der Romandie) Alphalive-Kurse durch.

Die dramatische Überflutung praktisch aller gesellschaftlicher Bereiche mit Esoterik und Aberglaube deutet auf einen grossen geistlichen Hunger in unserem Volk hin. Wie begegnen wir dieser Herausforderung? Im Zuge der von Bill Bright schon 1996 angeregten Bewegung des Fastens und Betens, aber auch selbst mehrfach angestossen durch Gottes Reden rufen wir Schweizer Christen in der Passionszeit 1999 erstmals zu 40 Tagen Gebet und Fasten auf.

Mit ihrem internationalen Programm wird die EXPLO 2000 zu einer Plattform, die Christen rund um den Globus verbindet, um den runden Geburtstag von Jesus Christus zu feiern. Als Folge der EXPLO 2000 entstehen unter anderem in Nepal, Kuba, Ruanda und im Heiligen Land unter den einheimischen Christen entscheidende Schritte im nationalen Leib-Jesu-Bewusstsein mit Versöhnungsimpulsen für die ganze Gesellschaft.

An der Schweizer Teen-EXPLO erleben die Jungen ermutigende geistliche Durchbrüche. Gott gibt in den folgenden Jahren seinen besonderen Segen in die Vernetzung und Zusammenarbeit von bestehenden und neu entstehenden nationalen Jugendbewegungen, die ab 2002 zu den gemeinsam durchgeführten PraiseCamps führen.

17. August

Sommer 2000: Zum ersten Mal findet in Genf das Projekt «Salam Alaikum» statt, bei dem wir das Gespräch mit Touristen aus arabischen Ländern suchen und ihnen den Jesus-Film in ihrer Sprache anbieten.
mehr Anzeigen

GEISTLICHE MULTIPLIKATION

Seit der EXPLO 97 und 2000 sehen wir vermehrt Freiwillige, die sich als geistliche Multiplikatoren engagieren: Zum einen boomen neue Gefässe wie die mittlerweile 50 regionalen Männerstämme, die Schule für Leiterschaft und Lebensgestaltung, die Seminare für innere Heilung und Befreiung mit Charles Kraft sowie die Alphalive-Kurse.

Besonders Alphalive, zurzeit jährlich mit Kursen an 350 Orten, wächst fast explosionsartig. Der «Tages-Anzeiger» vom 26. März 2001 fragt unter der Überschrift «Die AlphaGläubigen im Vormarsch» nach dem Geheimnis der missionarischen Dynamik dieses Glaubenskurses. Für uns ist klar: Der Erfolg von Alphalive gründet sowohl auf der einfach verständlichen Glaubensvermittlung als auch auf der erlebten Gemeinschaft sowie auf der klaren Betonung des Heiligen Geistes.

CDK-Mitarbeiter Rolf Nussbaumer, Referent und Autor von Büchern zum Thema Alternativmedizin, entwickelt mit Fachleuten und Ärzten die Ausbildung Christlich ganzheitliche Heilverfahren (CgH): eine lang erwartete christliche Antwort auf die stark esoterisch geprägte Komplementärmedizin.

In den «älteren» Arbeitszweigen werden seit vielen Jahren treu und nicht weniger wirksam Menschen zur Nachfolge Jesu gerufen und angeleitet. Dazu gehören die Besucherinnen der 25 Frauenfrühstückstreffen in der deutschen Schweiz und der 16 Treffen in der franzö- sischen Schweiz, die Besucher der Gottesdienste und Treffen für Studenten, Sportler und Kulturinteressierte, aber auch die jährlich rund 120 Männer und Frauen in den fünf Schulen für Gemeindemitarbeit beziehungsweise für Leiterschaft.

26. Mai

Nordkorea: Daniel Gerster erklärt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey die landwirtschaftliche Entwicklungsarbeit am Standort Kubin Ri.
mehr Anzeigen

DIE JUNGE GENERATION IM FOKUS

Angesichts der Schwierigkeiten auf dem Missionsfeld der Hochschulen und im Wissen, dass sich über 80 Prozent aller Christen als Kinder und Jugendliche für Jesus entscheiden, haben wir Gott schon 1999 in der Mitarbeiterretraite im Gebet bestürmt, er möge uns zeigen, wie wir Menschen in jüngeren Jahren mit dem Evangelium erreichen können. Auf Initiative von Mike und Priska Zurbrügg entsteht nun der neue Arbeitszweig Campus Generation. In Zusammenarbeit mit anderen in der Schülerarbeit tätigen Jugendwerken werden das «everyschool»-Startpaket und die dazugehörige Website entwickelt. Zurbrüggs legen damit den Grundstein für die spätere Schülertreff-Arbeit und die bald erfreulich wachsende Jugendarbeit von Campus für Christus.

«Jump out of the Box» – unter diesem Motto treffen sich zur Jahreswende 2002/2003 1000 Teens in der Olma-Halle St. Gallen zum ersten PraiseCamp02, organisiert von Campus Generation, dem Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen BESJ, dem Bund Pfingstlicher Freikirchen und den King’s Kids.

2002 erhält die Auslandarbeit unter Roland Kurth mit Agape international ein neues Gesicht und eine einheitliche Struktur. Aus bestehenden Auslandprojekten (Nepal, Libanon u. a.) werden die Agape-Standorte. Im gleichen Jahr entstehen neue Standorte in Kuba (mit unserer ehem. Buchhalterin Nicole Metzler) und in Afghanistan (mit Michael und Sara Müller).

Am 1. Mai 2003 stossen René und Brigitta Bregenzer zu Campus für Christus. René übernimmt die Leitung der Schweizer Arbeitszweige und bringt mit seiner innovativen Energie viel frischen Wind

mehr Anzeigen

2004 - 2013

FOKUSSIEREN VERJÜNGEN, VERNETZEN

Campus für Christus ist in seinem vierten Jahrzehnt auf dynamischem Kurs – und gleich auf mehreren Ebenen stark gefordert.

Glaubensprojekte wie der Christustag.04 und die EXPLO 04, neue evangelistische Chancen durch das Internet, aufstrebende Dienste in der ganzen Schweiz, verstärktes Engagement im Ausland – die kreative Vielfalt begeistert, schafft aber da und dort auch echte Probleme, nämlich in einzelnen Arbeitszweigen zu viel Eigendynamik bzw. mangelnde Mitarbeiterbetreuung und Ende 2006 extreme Finanzknappheit. Hinzu kommt der Generationenwechsel, der in diesen Jahren an mehreren Positionen in der Leitung ansteht und der sorgfältig vorbereitet sein will.

Ab 2006 werden deshalb verschiedene Change-Prozesse eingeleitet – und bis heute mit Erfolg Schritt für Schritt umgesetzt:

  • Fokus auf den Kernauftrag «Geistliche Bewegungen auslösen durch Evangelisation, Jüngerschaft und Multiplikation»
  • Verjüngung auf allen Ebenen durch Förderung junger Leiter
    und innovativer Neuentwicklungen
  • Vernetzung der Begabungen durch externe und interne strategische Zusammenarbeit
  • Verbesserung der finanziellen Basis

» 2004 - 2013 im PDF

18. Juli

Mit den Wochenenden «Ehe mit Vision» und der Einführung von Ehe-Kurs und -Vorbereitungskurs stösst der neue Arbeitszweig FamilyLife auf breites Interesse.
mehr Anzeigen

DIE GANZE SCHWEIZ IM BLICK

Ein schweizweites Gebetsnetz – diese Vision beginnt sich zu erfüllen, als am 13. Juni 2004 45 000 Personen ins Basler Stadion St. Jakob-Park an den Christustag strömen und Fahnenträger aller 2 786 politischen Gemeinden der Schweiz sich verpflichten, fortan für Bewohner wie Behörden ihrer Gemeinde im segnenden Gebet einzustehen.

Die EXPLO 04 Ende Jahr, ebenfalls in Basel, ist gleichsam eine Weiterführung des Christustags. Das Motto «Gemeinsam vorwärts» heisst diesmal auch: gemeinsam mit unseren Geschwistern aus Deutschland und Österreich.

2005 sind wir zweimal mit grossen finanziellen Herausforderungen konfrontiert, die wir dank Gottes Beistand meistern: Die EXPLO 04 bringt trotz 6600 Dauerteilnehmern ein grösseres Minus als erwartet und im Herbst entscheidet das Bundesgericht, dass die Stadt Lausanne auf die Eintritte und die Missionskollekte der EXPLO 2000 14 Prozent Vergnügungssteuern erheben darf.

Mit Hansjörg und Helen Forster, unterstützt von weiteren Ehepaaren, findet sich ein schlagkräftiges Team zusammen, um die seit vielen Jahren von Gott erbetene Gründung einer Ehe- und Familienarbeit zu starten.

In der Romandie hat die Arbeit jetzt fünf Standbeine: Evangelisation, Studentenbewegung, Frauenfrühstückstreffen, Gebetsförderung und Vernetzung der Christen zum gemeinsamen Dienst gegen aussen. Dazu gehört die Transvision-Retraite mit 150 Pastoren aus den verschiedensten Kirchen. Viele Teilnehmer haben gemäss ihren Rückmeldungen noch nie eine so ehrliche Pastorenzusammenkunft erlebt.

15. November

Unser Jugendarbeitszweig Campus Generation betreut inzwischen 60 Schülertreffs
mehr Anzeigen

GOTTKENNEN.CH WIRD GEBOREN

Das neue Internet Ministry leitet in Sachen Evangelisation eine neue Ära ein. In Partnerschaft mit dem französischen Entwicklerteam um Eric Celerier kann Stéphane Wyss in der Westschweiz im Herbst 2005 die Website ConnaîtreDieu.com aufschalten und erste Erfahrungen sammeln. Kurz darauf, im Februar 2006, ist das Pionierteam um Daniel Nüesch in der deutschen Schweiz mit Gottkennen.com so weit. 2007 lassen sich 25 E-Coaches ausbilden; sie begleiten Menschen, die via Internet den Weg zu Gott suchen. Mehr als 60 Prozent derjenigen, die ihre Kontaktdaten angeben, sind in keiner Kirche aktiv dabei.

Auch in der italienischsprachigen Schweiz besteht ein grosses Interesse, Glaubensfragen über das Internet zu diskutieren. Seit 2006 haben wir mit Salvatore Farinato einen erfahrenen Mitarbeiter, der Gemeinden und Gruppen im Tessin und in Norditalien berät und ihnen mit Kursmaterial und evangelistischen Hilfsmitteln zur Seite steht.

Die Leitung der Schweizer Dienstzweige wird auf mehr Schultern verteilt. In Entsprechung zur weltweiten Struktur werden die folgenden Departemente gebildet: Schule und Universität (ab 2008 von Andreas Fürbringer geleitet), Familie und Gemeinde (René Bregenzer) sowie Beruf und Gesellschaft (Peter Höhn).

FamilyLife wächst: 2006 profitieren 200 Paare von einem der vier inspirierenden Wochenenden «Ehe mit Vision»; 600 Paare nehmen an einem lokalen Ehekurs teil.

In der Romandie wird die erste französische Verteilzeitung «1/4 d’heure pour Jésus» auf die Fussball-WM 2006 hin ein voller Erfolg: 100 000 Exemplare werden nachgedruckt, und alle 220 000 Exemplare werden verteilt.

22. Oktober

Das Jugendteam Campus Generation sprüht vor Ideen.
mehr Anzeigen

FOKUSSIERUNG UND NEUE PRODUKTE

Die Neuausrichtung auf unseren Kernauftrag, die damit verbundene Restrukturierung und die Schritte zur Gesundung der Finanzen sind heilsam, wenn auch teilweise schmerzhaft: Zwischen 2007 und 2009 verringert sich die Anzahl Vollzeitstellen von 91 auf 70. Einige Dienstzweige müssen wir aufgeben, so per Ende 2008 die Schule für Gemeindemitarbeit (SGM) infolge kontinuierlichen Rückgangs der Anmeldungen. Ebenso wird das Männerforum auf Wunsch des externen Vorstands 2008 organisatorisch von Campus für Christus abgekoppelt. Dankbar sind wir, dass alle betroffenen Mitarbeitenden eine neue Arbeitsstelle finden.

Das geschärfte Profil mit neuem Leitbild, Erscheinungsbild und Webauftritt und die verbesserte finanzielle Basis tragen gute Früchte: Sie stärken die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Gesamtwerk und setzen kreative Kräfte frei, insbesondere im Bereich Jugendarbeit und Internet Ministry. Dazu gehören die Youthalpha-Videos sowie die von Sam Müller und Daniel Nüesch initiierten «Mini Gschicht mit Gott»-Videos: Sie werden in den ersten vier Monaten auf Gottkennen.ch und Facebook mehr als 35 000 Mal angeschaut.

Der neu produzierte Film «More than Chocolate and Cheese» (mit dem Jesus-Film als Bonus) ist ein ausgezeichnetes Werkzeug, um den unzähligen Touristen sowie Personen mit Migrationshintergrund die kulturellen Eigenheiten und die christlichen Quellen der Schweiz bewusst zu machen.

03. Dezember

Einmal mehr investiert sich unser Jugendteam stark beim PraiseCamp mit 4000 Teilnehmern Ende 2010 in St. Gallen. Im Bild: PraiseCamp-Teilnehmerinnen beim Nachmittagseinsatz im Gespräch mit einer Passantin
mehr Anzeigen

NEUE LEITUNGSMITGLIEDER, VERNETZUNG DER CHRISTEN

In der Leitung von Campus für Christus beginnt 2010 eine Phase des Generationenwechsels: Roland Kurth, der als Vizeleiter unser Werk stark mitgeprägt hat, tritt altershalber zurück; die Leitung von Agape international übergibt er an Kurt Burgherr, verantwortet aber weiterhin die Arbeit in Russland. Ende Oktober verlässt uns René Bregenzer, um beruflich eine neue Herausforderung anzunehmen. Thomas Weber wird neu in die Missionsleitung berufen, um die Verbindung zwischen der Deutschschweiz und der Romandie zu stärken.

Mit Roland Kurths Rücktritt und René Bregenzers Weggang verlieren wir wertvolle Umsetzungs- und Innovationsenergie. Andererseits entsteht Freiraum für jüngere Kräfte wie Daniel Stähli, Andreas «Boppi» Boppart und Matthias Langhans, die per Anfang 2011 bzw. 2013 in die Missionsleitung berufen werden. Überdies schenkt uns Gott gerade in dieser Zeit etliche junge und kreative Mitarbeiter.

Einmal mehr engagieren wir uns stark für die Vernetzung der Christen – beim Christustag 2010, der Mitte Jahr im Stade de Suisse in Bern gut 25 000 Besucher aus allen Kirchen vereinigt, beim Praise Camp Ende 2010 in St. Gallen sowie mit den vielen Arbeitszweigen, die das evangelistische Miteinander von Christen aus verschiedenen Gemeinden fördern.

Auch «Campus pour Christ» leistet einen wesentlichen Beitrag zur Vernetzung der Christen in der Westschweiz: durch die Herausgabe der französischen «Viertelstunde für Jesus», die Frauenfrühstückstreffen, die Ausbildung von E-Coaches, die regionalen Jesus-Film-Projekte sowie Konferenzen und Schulungen von «Living Free» (Leben in Freiheit).

International sind wir Ende 2011 in etwa 50 Ländern involviert, neu auch in Japan (mit Gottkennen.ch und MyStory.me) und in verschiedenen Ländern des Himalajas.

17. Mai

15 000 begeisterte Besucher an der von Crescendo initiierten Nacht des Glaubens am 17. Mai 2013 in Basel.
mehr Anzeigen

GEISTLICHE BEWEGUNGEN AUSLÖSEN

Nach 40 Jahren liegt Campus für Christus das Motivieren, Schulen und Aussenden des Leibes Christi zur Evangelisation und Jüngerschaft mehr denn je am Herzen. Ziel ist, geistliche Bewegungen auszulösen, die sich spontan weiter ausbreiten.

Geistliche Bewegungen auslösen können wir nicht allein. Es braucht Partnerschaft und Vernetzung:

  • im Von-einander-Lernen, national und international
  • in der Zusammenarbeit mit lokalen Kirchen und Gemeinden
  • in der Förderung von Freiwilligen und Multiplikatoren auf allen Stufen
  • im Miteinander der jüngeren und älteren Generationen
  • in der gabenorientierten Zusammenarbeit als Team

Wir freuen uns, dass all dies ein Geben und Nehmen ist: Zum einen entwickeln wir eigene Methoden und Tools, die wir anderen zur Verfügung stellen (MyStory.me, Aktion Gratishilfe oder Erfolgreich studieren), zum anderen übernehmen wir Ressourcen von anderen (Alphalive, Leben in Freiheit, lieben – scheitern – leben oder Gottkennen.ch), entwickeln solche Produkte zum Teil weiter und multiplizieren sie im In- und Ausland. Ferner profitieren wir davon, dass andere Organisationen unsere Produkte entdecken, verfeinern und wieder mit Erfolg in Umlauf bringen, wie «DIE4PUNKTE», welche «Die vier geistlichen Gesetze» zu neuem Leben erweckt haben.

Offensichtlich erinnert Gott die neue Leiter- und Mitarbeitergeneration, das geistliche Erbe von Campus für Christus fest im Auge zu behalten – und es mit stets frischen Bildern und Worten und auf unkonventionellen Wegen in unsere Zeit hineinzutragen.

mehr Anzeigen

2015

KRAFT DER EINHEIT

Auch im letzten Jahr entwickelten wir Angebote, um Menschen auf einfache und zeitgemässe Art zum Glauben einzuladen.

CAMPUS live startete «Kirche im Club», aus DIE4PUNKTE wurde zwecks internationaler Verbreitung THE FOUR, und Alphalive fühlte auf ihrer Fragewürfel-Tour der Schweiz den Puls.

Im Weiteren ermutigten wir Christen und Gemeinden dazu, Lebens- und Glaubensfragen mit ihrem Umfeld zu teilen.

Beispielhaft dafür stehen der neue Elternkurs von FAMILYLIFE und die Schulungen des MyCall Ministry.

Jahresbericht 2015

15. Januar

Das MyCall Ministry wird ins Leben gerufen
mehr Anzeigen

Januar

Der neue Arbeitszweig MyCall Ministry wird lanciert. Er bildet das Dach für die evangelistischen Arbeiten von Gottkennen.ch und MyStory.me sowie für die MyFriends-Trainings.

10. März

Alphalive unterwegs in den Städten der Schweiz.
mehr Anzeigen

März

Die Alphalive-Kampagne «Frag mal ganz gross» tourt mit einem riesigen Fragewürfel durch die Schweiz und sucht das Gespräch mit kirchenfernen Menschen.

21. April

Katastrophenhilfe in Nepal
mehr Anzeigen

April

Nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal leistet Campus für Christus über Partnerorganisationen vor Ort unkomplizierte Soforthilfe.

10. Mai

Neuer Erziehungskurs für Eltern.
mehr Anzeigen

Mai

FAMILYLIFE lanciert ein neues Kursangebot für Eltern. Es soll ihnen als Hilfestellung bei der Erziehung von Kindern und Teenagern dienen.

19. Juni

Jugendevangelisation WOW-GOD in Baden.
mehr Anzeigen

Juni

In Baden erfolgt der Kick-off für die WOWGOD-DAYS an Ostern 2016. Kurz danach erfolgt der Start in der Region Schaffhausen. Dort findet die Jugendevangelisation im September 2016 statt.

06. Juli

Crescendo Sommerinstitut
mehr Anzeigen

Juli

In Ungarn findet das bisher grösste Crescendo Sommerinstitut mit gegen 200 erfolgreichen Nachwuchsmusikern aus 38 Ländern statt.

16. August

Athletes in Action feiert ihr 30-Jahr Jubiläum.
mehr Anzeigen

August

Die Sportlerarbeit Athletes in Action feiert ihr 30-Jahr Jubiläum. Mit viel Elan sowie neuen Projekten wie «Second Chance» und den Projektwochen startet sie in die Zukunft.

11. Oktober

SHINE gibt Gas.
mehr Anzeigen

Oktober

Die «SHINEexperience», eine Jüngerschaftsschulung für junge Menschen mit App, Leiter- und Teilnehmerbuch, wird lanciert und findet rasch ein grosses Publikum.

23. November

"Christliches Zeugnis" wird Magazin "Amen"
mehr Anzeigen

November

Nach 33 Jahren macht sich das Christliche Zeugnis bereit für die Zukunft. Das Magazin heisst neu «Amen, voll Glauben leben» und erscheint in aufgefrischtem Design.

30. Dezember

"Fresh Faith" an der Explo 15 in Luzern.
mehr Anzeigen

Dezember

Das neue Buch «Unfertig» von Boppi erscheint. Es thematisiert die Jesus-Nachfolge für ganz normale Menschen und wird rasch zum Verkaufsschlager.

Aus DIE4PUNKTE wird THE FOUR. Damit wird die Initiative für die Ausbreitung in 100 Länder in den nächsten 10 Jahren fit gemacht.

Explo 15 bildet den krönenden Abschluss eines ereignisreichen Jahres. Rund 6500 Christen aus allen Denominationen und Generationen beten in der Messe Luzern Gott in einer spürbaren Einheit an.

40 Jahre Campus

Erlebe 40 Jahre Campus für Christus in 20 Minuten.