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Wie lässt sich ein Krankenbesuch gestalten?

Rubrik: CDK

Autor: BEATRIC E GOBELI, Erstpublikation: idea Spektrum, 3. März 2010

Wie können Besuche bei Kranken und Bedürftigen segensreich werden? Pfarrerin Monika Riwar gab dazu in einem ausgebuchten CDK-Tagesseminar «Besucht die Kranken» in Aarau praktische Tipps. 40 Interessierte mussten auf den nächsten Impulstag am 24. November verwiesen werden.

Dank ihrem Erfahrungsschatz aus Pfarramt, Beratung und Seelsorge gelang es Monika Riwar, die 80 Personen ins Thema hineinzunehmen. Mit Beispielen zeigte sie auf, wie ein Besuch für alle Beteiligten zu einem Gewinn wird. Hilfreich sei dabei, für sich die Rolle und das Setting zu klären. Besuche ich jemanden privat oder in offizieller Funktion? Stehe ich in einer nahen oder lockeren Beziehung? In was für ein Umfeld komme ich hinein? Gehe ich ins Spital, in ein Pflegeheim oder zu jemandem nach Hause?

 

Vor allem zuhören

«Die wichtigste Fähigkeit für den Besucher ist das Zuhören», betonte Monika Riwar. Das heisse, ehrliches Interesse zu zeigen und den andern reden zu lassen. Es gelte, Stille auszuhalten und bereit zu sein, auch schwierigen Gesprächsinhalten u begegnen. Wichtiger als die richtigen Worte zu finden, sei die Herzenshaltung. Eine Haltung, die signalisiere: ich bin offen für deine Erfahrungen, deine Probleme und Nöte.

 

Ein Gebet anbieten

Der Krankenbesuch gelte seit jeher als christliche Tugend. Durch gutes Zuhören und Nachfragen könne man erfahren, wo das Gegenüber im persönlichen Glauben stehe. Hier gelte es, den anderen nicht überzeugen zu wollen, sondern die eigenen Erfahrungen zu bezeugen. «Wenn der Besuchte meinen Glauben teilt, kann auf natürliche Weise ein Gebet, in der Bibel lesen oder zusammen eine Predigt anhören hineinfliessen», riet Monika Riwar. «In jedem Fall darf ich dem anderen anbieten, für ihn zu beten. Das Gebet bleibt nicht ohne Auswirkung!» Teilnehmende empfanden am Seminar die Mischung von Theorie und praktischen Übungen als hilfreich, um Hemmschwellen abzubauen. Ein solcher Tag helfe, Schritte zu wagen und gebe Laien sinnvolle Werkzeuge zur Hand.

 

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