"Das hat mein Leben wirklich verändert"
Rubrik: Leben in Freiheit
Will und Caroline Kemp leiten in Sussex, England, eine Anglikanische Gemeinde mit dem Namen „The Point“. Es ist eine lebendige und wachsende Gemeinde, die sich in einer Turnhalle trifft und versucht, „Gemeinde zu sein“ auf eine erfrischende Art, die besonders Menschen mit Familie ohne kirchlichen Hintergrund anspricht. Caroline berichtet, wie sie und ihre Gemeinde in den letzten fünf Jahren dank dem Schulungskonzept "Leben in Freiheit" gewachsen sind. (www.thepointchurch.co.uk)
Es ist beinahe fünf Jahre her, dass wir zum ersten Mal von einer Gemeinde in Tacoma/USA hörten, in der Gott grossartige Dinge zu tun schien. Wir hörten Zeugnisse von Menschen, die von langjährigen Belastungen und Kämpfen befreit wurden. Nur wenige Monate zuvor waren wir nach Sussex umgezogen, um eine neue Anglikanische Gemeinde zu gründen. Wir erwogen verschiedene Jüngerschaftsmodelle und entschieden darum, dass ich mir die Lehre dieser Gemeinde genauer anschauen sollte. So fand ich mich wenig später in Tacoma auf einer Jesus Ministry Konferenz (mit dem Material "Leben in Freiheit"/LiF) wieder.
Obwohl ich schon fast mein Leben lang mit Jesus gehe und evangelikal-charismatische Gemeinden besuchte, realisierte ich dort, dass ich dem geistlichen Kampf, in dem wir als Christen stehen, gegenüber völlig blind war. Dasselbe galt im Bezug auf meine geistliche Autorität in Christus. Während diese biblischen Wahrheiten für mich lebendig wurden, bemerkte ich, dass ich selber mit mehr Autorität zu beten begann. Einen grossen persönlichen Durchbruch erlebte ich auf dem Gebiet der Verurteilung. Während vieler Jahre hatte ich die anklagende Stimme Satans für die mahnende Stimme des Heiligen Geistes gehalten. Ich lebte darum unter einer Wolke der Verdammnis und fühlte mich speziell in meiner Rolle als Mutter als Versagerin. Ich erkannte diese Lügen des Feindes. Indem ich Busse tat und dem Geist der Verdammnis entsagte erlebte ich eine geistliche Transformation durch die diese düstere Wolke gänzlich verschwand.
Während der nächsten Monate arbeiteten Will und ich das Lehrmaterial gemeinsam durch. Will nahm mit einigen weiteren Gemeindegliedern an der ersten Leben in Freiheit-Konferenz in Christ Church, Fullham, London teil. Voller Eifer kam er zurück mit dem Ziel das Gelernte weiter in unserem persönlichen Leben anzuwenden und es auch auf die Gemeinde auszuweiten.
Wir trafen uns zunächst in einer kleinen Gruppe von Leuten, die wirklich hungrig waren nach mehr von Gott und offen, dass er in ihre Leben hineinsprechen könnte. Wir hörten uns die CDs mit den Predigten von Leben in Freiheit an und sprachen darüber. Wir übten das Hören auf Gott füreinander. Es war erstaunlich, wie Gott durch und zu uns sprach. Obwohl einige Leute ausstiegen, wuchs innerhalb dieser kleinen Gruppe eine echte Begeisterung. Danach konzentrierten wir uns darauf, die Lehren und Prinzipien mit den Mitarbeitern und der Gemeindeleitung zu erarbeiten, bevor wir als Gemeinde weiter gingen. Dies beinhaltete, dass wir gemeinsam die LiF-Konferenz in London besuchten und Mike und Cindy Riches anschliessend für eine Woche in unsere Gemeinde kamen, um Zeit mit den Mitarbeitern und der Gemeindeleitung zu investieren.
Erst ein Jahr später fühlten wir uns soweit, einen LiF-Kurs für die ganze Gemeinde durchzuführen. Rund 40 Leute meldeten sich an, weil sie so viel über die Auswirkungen im Leben von anderen Leuten gehört hatten. Seither führen wir Leben in Freiheit regelmässig als Kurs durch, den jeder besuchen kann der möchte. Viele der Grundlagen von LiF haben wir schrittweise in den Sonntagspredigten gelehrt.
50 Prozent unserer Gemeindeglieder haben inzwischen den LiF-Kurs besucht. Auch wenn manche kritisch reagierten, wurden viele stark berührt und erlebten Befreiung von verschiedenen prägenden Festungen wie Zorn, Gier, Passivität und Angst. Eine Person sagte kürzlich: „Wenn ich ganz ehrlich bin, war ich etwas skeptisch, ob „Leben in Freiheit“ wirklich eine Veränderung in meinem Leben bewirken könnte, doch es hat mein Leben wirklich verändert und ich freue mich sehr auf das, was noch kommt!“
Was würden wir anders machen? Es war ein Fehler, dass niemand aus der Gemeindeleitung Teil der Initiativgruppe war. Dies führte zu einem Graben zwischen denjenigen, die LiF schon erfahren haben und den anderen. Deshalb haben wir in einem nächsten Schritt als Gemeindeleitung LiF an uns selbst erfahren. Es kann zu unnötigen Spannungen führen, wenn nur ein Teil der Gemeinde in diesen Wahrheiten lebt und sie im täglichen Leben erfährt, während es immer noch viele andere gibt, die eher argwöhnisch und misstrauisch sind und diese Prozesse noch nicht selbst erfahren haben. Wir spürten von Anfang an, dass es für die Leute wichtig ist, dass der Kurs freiwillig ist, da die Herzenshaltung ein Schlüssel ist. Natürlich wäre es uns am liebsten, wenn die ganze Gemeinde darin ausgebildet wäre und täglich aus der anvertrauten Autorität leben könnte. Zur Zeit können wir noch nicht sagen, dass sich bereits die ganze Gemeindekultur erheblich verändert hat, doch als Leitungsteam wachsen wir nun im neuen Bewusstsein für geistliche Dimensionen und reagieren glaubensvoll auf das, was uns Gott schon geoffenbart hat.
Dies sind einige der Schlüssellektionen, die wir bis anhin gelernt haben, in der Frage der Umsetzung und Anwendung von Leben in Freiheit:
- Geh es langsam an. Wende es erst in deinem eigenen Leben an und setze dich mit deinen eigenen Festungen auseinander, bevor du dich um die der anderen kümmerst.
- Bilde ein Team und entwickle ein gutes Gespür für das Timing.
- Besucht wenn möglich als Team eine LiF-Konferenz.
- Pass auf, dass du dem Feind nicht zu viel Aufmerksamkeit schenkst. Es geht hier um Jesus und seinen Sieg, der weit mächtiger ist als Satan!
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