«Offnigs Huus»
Rubrik: Family Life
Ein junges Ehepaar setzt Zeichen: Christian (geb. 80) strahlt Lebensfreude und Zuversicht aus, Florida (geb. 75) Herzlichkeit und Wärme. In ihrem Haus mit 12 Zimmern wohnen 9 Personen.
Idyllisch wirkt das heimelige alte Bremgartenhaus am Aarehang. Die grosse Wohnküche mit altem Holz und warmen Farben ist geschmackvoll eingerichtet. Eine wohltuende Atmosphäre lädt zum Verweilen ein.
Die Vision
Floridas Biographie liest sich stellenweise wie ein Krimi. Sie erlebte viel Schmerzliches und Problematisches. Zunehmend erfuhr sie Heilung. Dabei spielte eine wichtige Rolle, dass sie bei einer christlichen Familie wohnen konnte. Neben ihrem Beruf als diplomierte Pflegefachfrau engagierte sie sich für Teenager und Jugendliche, insbesondere als Hip-Hop/Streetdance-Trainerin.
Schon länger träumte sie von einem offenen Haus, in dem Jugendliche ein vorübergehendes Zuhause finden. Bevor Christian Zimmermann zum Glauben an Jesus Christus kam, bedeutete für ihn Familie: Frau, zwei Kinder und Einfamilienhaus. Als Sportlehrer arbeitete er engagiert mit Teenagern. Die Vision von einem offenen Haus für junge Menschen entwickelte sich bei ihm prozesshaft.
Familienkonzept
Florida und Christian teilen ihren Haushalt mit fünf jungen Menschen zwischen 18 und 22 Jahren plus der libanesischen Mutter von Florida. Vertrauen und Wertschätzung bestimmen die Atmosphäre. Der gemeinsame Haushalt bietet vielfältige Möglichkeiten, im Kleinen Verantwortung zu übernehmen sowie sich in eine offene Gemeinschaft zu integrieren. Florida und Christian wollen den Jugendlichen gleichwertige Gesprächspartner sein, aber auch Vorbild und Autoritätsperson, die Grenzen setzen kann. Das Betreuungsangebot gilt aber explizit nicht als therapeutisch.
Ein exponiertes Ehepaar
Leidenschaftlich setzen sich Zimmermanns für die jungen Menschen in ihrem Haus ein. Sie sind sich bewusst, wie schnell sie sich dabei als Paar im Alltag verlieren können. Florida und Christian fühlen sich zwar noch frisch verliebt, aber sie wollen ihrer Ehe Sorge tragen. Deshalb planen sie halbe Tage, um zu zweit einander ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Einmal im Monat besuchen die beiden eine persönliche Mentorin, die sie in ihrer Arbeit und ihrer Ehe begleitet. «Unsere Jungen freuen sich, wenn wir in unsere Beziehung investieren. Ihnen ist es wichtig, wie wir es als Paar haben», sagen sie. Ein inspirierendes Wochenende Im Oktober 2008 besuchten sie ein Wochenende von «Ehe mit Vision» und sind froh, dass sie die Gelegenheit gepackt haben. «Die Referate fanden wir sehr ansprechend und kurzweilig», sagen sie. „Die Paare haben aus ihrem eigenen Leben erzählt und nichts vorgespielt. Man konnte sich gut identifizieren und hatte nicht den Eindruck: das sind super Paare, bei denen eh alles rund läuft. Wir wurden auf gute Art angeregt, über unsere Beziehung nachzudenken und uns auszusprechen.» Mit den Kursunterlagen vom Wochenende setzen Zimmermanns die Austauschzeiten als Paar fort.
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