Zusammen alles

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Martin Stoessel hat in den Niederlanden Ökosysteme kennen gelernt, die ihn inspiriert haben. So etwas möchte er auch in der Schweiz erleben.

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Mit einer Gruppe von kirchlichen Leitungspersonen aus der Schweiz besuchte ich «Gospel Ökosysteme» in den Niederlanden. Unter diesem Begriff verbirgt sich keine Organisation, sondern ein loser Verbund von Kirchen, christlichen Werken und Netzwerken, die sich für das Miteinander entschieden haben und an einem Ort gemeinsam als Leib Christi wirken. Ihr Motto: «We don’t do everything together, but together we do everything.» (Wir machen nicht alles zusammen, aber zusammen machen wir alles.) In ihrer Unterschiedlichkeit stellen sie sich die Frage, wie sie inspiriert von Jesaja 61 eine Transformation ihrer Stadt in Richtung Reich-Gottes-Kultur fördern können.

Zwei Beispiele: Eine Untersuchung in Nord-Amsterdam stellte fest, dass die Angebote der dreissig Kirchen im Stadtteil, deren Mitglieder ein Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, von 7,6 Prozent der Menschen in diesem Gebiet wahrgenommen werden. Die Kirchen erreichen also siebenmal mehr Menschen, als sie Mitglieder haben. Brahim Adid, Leiter der Verwaltung von Amsterdam Noord, war so beeindruckt, dass er die Kirchen zur Mitarbeit an der sozialen Agenda einlud – und sie als grösste Non-Profit-Organisation des Viertels bezeichnete. Inspiriert durch das «COFFEE&DEEDS» Projekt in Zürich-Hirzenbach eröffnete Remmelt Meijer das «Hemelsbreed Café» in einem der ärmsten Quartiere von Amsterdam. Es ist der einzige Ort im ganzen Stadtteil, an dem Gäste ihren Kaffee im Sitzen trinken können, und sehr beliebt bei Frauen aus dem Quartier. In Gesprächen realisierte er, dass einige von ihnen Anspruch auf staatliche Unterstützung haben, aber mit dem Prozess überfordert sind. Durch das Ökosystem-Netzwerk lernte er eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung kennen, die für finanzielle Unterstützung zuständig ist. Er lud sie ein, einmal pro Woche ihren Arbeitsplatz an einen sei ner Ti sche zu verlegen. Inzwischen ist das Café zu einem Begegnungsort und einer wichtigen Anlaufstelle gew orden.

Die Erfahrung der letzten 25 Jahre zeigt: Wenn es gelingt, die Aktivitäten der einzelnen Mitglieder miteinander zu koordinieren und zu verbinden, können sie eine viel grössere Strahlkraft entwickeln. Eine solche Kirche veränd ert das Leben der Menschen um sie herum und wird zu dem von offiziellen Stellen wahrgenommen. Die Menschen erleben sie als relevant und nehmen Einladungen, z. B. zu einem Alphalive, gerne an. Die «Gospel Ökosysteme», die es in vielen Städten in den Niederlanden gibt, haben in mir eine tiefe Sehnsucht geweckt: So etwas möchte ich auch in der Schweiz erleben.

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