Hoffnung in der Ukraine

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Vor einer Woche haben vier Mitarbeitende aus dem Campus für Christus Schweiz Team, welche sich auch für die Europäische Arbeit einsetzen an die Mitarbeiterkonferenz von  „Ukraine for Christ“ teilgenommen.

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Mein persönliches Anliegen war es, an dieser Retraite mir so viele Geschichten wie möglich darüber anzuhören, wie die Mitarbeitenden inmitten des Krieges leben und arbeiten. „Es war eine einmalige Woche, und ich bin sehr dankbar, dass ich dabei sein durfte!“, schreibt Rachel Stoessel

Wieder zu Hause, gingen mir diese Lebensgeschichten nicht aus dem Kopf; ich versuchte, einen Sinn in Szenen zu finden, die eigentlich keinen Sinn ergeben. Wie kann ein Vater, der von der Front zurückgekehrt ist, überhaupt daran denken, wieder an die Front zu gehen und aktiv zu kämpfen? Und dabei Frau und Kinder erneut allein zu Hause zurückzulassen? Wie kann eine Familie gute Entscheidungen treffen, wenn sie jederzeit damit rechnen muss, dass jemand eingezogen wird? Wie kann eine Studentin ihren Latte trinken und sich gleichzeitig bewusst sein, dass ganz in der Nähe andere die Grenze verteidigen? Wie kann eine Mutter schlafen gehen, ohne zu wissen, ob sie ihre Kinder mitten in der Nacht zusammenpacken und in einen Schutzraum fliehen muss? Oder wie findet man ins Leben zurück, nachdem man durch eine Mine ein Körperteil verloren hat? Mir ist noch deutlicher geworden, dass man im Krieg seinen Alltag bewältigen muss – im Wissen, dass sich alles in Sekunden ändern kann –, während man sich irgendwie durch Gefühle von Ungerechtigkeit, Hilflosigkeit sowie berechtigtem Zorn und Trauer kämpft.

Drei Armbänder, alle mit den ukrainischen Farben und doch ganz andere Bedeutungen: 1. das Stressband für die Soldaten, damit sie bei einem akuten Trauma, sich mit einem kleinen Zwick wieder in die Gegenwart holen können. 😕 2. THE FOUR und Athletes in Action, welche Sportcenter in den Städten für Kinder betreiben und so Hoffnung verbreiten. 😀 3. Ein Kindergarten Erkennungsband, damit wenn die Schule bombardiert wird, das Kind identifiziert werden kann… 🙁

Auch nach dieser Woche werde ich das nicht vollends begreifen können, doch ich empfinde es tief in mir. Ich bin sehr stolz auf die ukrainischen Mitarbeitenden: Sie leben weiterhin Mitgefühl, Vergebung und die Vision von Wiederherstellung und Wiederaufbau – an der Seite von Jesus Christi, der gegenwärtig ist und den verletzten und ängstlichen Menschen liebevoll beisteht. Er gibt niemals auf, und seine Hoffnung wird Leben und Wahrheit bringen. Und es macht Sinn, dass wir weiterhin beten, segnen und wo möglich unsere Stimme erheben oder präsent sind. Wir erhielten unzählige Dankeschöns, dass wir diese Reise unternommen haben und für sie da waren, nur schon das erleben sie als Ermutigung und Stärkung.

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