Eine der großen gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte ist die zunehmende Bedeutung von Gefühlen. Menschen über vierzig können sich noch gut an eine Zeit erinnern, in der Gefühle besser verborgen blieben. Sie waren Privatsache und wurden nicht als Argumente verwendet. Vor zwanzig Jahren wäre man in den meisten Branchen kaum auf die Idee gekommen, seine persönlichen Gefühle in eine Diskussion am Arbeitsplatz einzubringen. Wer zu viel über seine Gefühle sprach oder sie gar in seine Entscheidungen einfließen liess, galt schnell als emotional (damals eindeutig negativ konnotiert) und irrational.

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