Kinder brauchen «sichere Häfen». Eine zugewandte Betreuung ist kein Zeichen von Unselbstständigkeit des Kindes, sondern die Voraussetzung dafür, dass es später zu einem eigenständigen, emotional stabilen und sozial kompetenten Menschen heranwachsen kann.
»
Dies schafft eine Atmosphäre der gegenseitigen Wertschätzung, die den Kern des Familienfriedens bildet. Darum fokussieren sich Kirchen im Sommer auf Kinder. Sie sind während den langen Ferien oft alleine zuhause, weil die Eltern arbeiten müssen.
Frieden beginnt auch in der Familie und diese Sommerlager unterstützen dies. Und wir unterstützen die Kirchen in ihren Projekten.
Ein durchschnittliches kubanisches Kind kommt nur einmal im Jahr in den Genuss eines Ausfluges. Darum setzten sich fast alle Kirchen für Sommerlager ein. Einige organisieren etwas vor Ort, andere fahren mit den Kindern irgendwo hin und nehmen dafür viel Mühe auf sich.Â
«Zum ersten Mal haben wir mit 100 Kindern drei wunderbare Tage auswärts verbracht. Das Programm war abwechslungsreich, auch wenn wir noch nicht Jungschar Niveau erreichen.», freut sich Lizandra, die Hauptverantwortliche eines der grössten Lager, das wir mit dem Ernährungsprojekt unterstützen. «Unserer Hauptanliegen ist es, dass die Kids in allen Bereichen gut bei uns aufgehoben sind. Eine gesunde Ernährung gehört dazu.»
Auch Nelsy, unsere nationale Jungscharleiterin, hat das Ernährungsprojekt für Kinder auf dem Herzen. Bei ihr gibt es z. B. keine teure importierte Cola mehr, sondern Wasser oder Fruchtsaft. Sie sucht die Lebensmittel auf dem Wochenmarkt zusammen und lagert sie in der eigenen Küche. Mittlerweile hat sie für die Verarbeitung ein ganzes Team zur Seite, das sogar auch unter der Woche im ganz normalen Alltag ein Mal die Woche für 10 besonders bedürftige Kinder kocht.
Gesundheit ist Frieden im Körper, darum unterstützen wir diverse Projekte. Aktuell schulen wir 68 Gemeinden in Ernährungs- und pädagogischen Fragen. Osvaldo betont: «Gottes Gute Nachricht, seine bedingungslose Liebe muss auch durch den Magen gehen. Wir können nicht in der Kirche von Gott erzählen und das leibliche Wohl ausser Acht lassen.» Oswaldo reist jeden Monat in eine andere Provinz, prüft, wie die Gelder eingesetzt werden, und nimmt an den Gemeindeaktivitäten teil. Abends schult er die Erwachsenen in Ernährungs- und Gesundheitsfragen.Â
«Wir prägen die Ernährung der Kinder nur nachhaltig, wenn wir die Erwachsenen einbeziehen. An vielen Orten haben die Menschen ihre Ernährungsgewohnheiten umgestellt und leben heute gesünder.»Â
Nach der einjährigen Pause findet im Mai ein Training für die Projektpartner statt. Thema ist die psychische Gesundheit (Trauma und Kindheit), wir erwarten eine Delegation des Agape-Teams aus der Schweiz.
Info betreffend der aktuellen Lage: Wegen der Ölblockade vonseiten der USA ist der öffentliche und private Transport seit Januar 26 massiv eingeschränkt. Wir beten für offene Türen und Wunder, damit sich unsere Leute dennoch von A nach B bewegen können. Weiter versuchen wir die lokale Arbeit zu stärken und zu priorisieren.
Agape Kuba unterstützt seit rund 25 Jahren auf der ganzen Insel jährlich bis zu 500 einheimische Gemeindeleitende in ihrem Dienst. Die meisten leben in einfachsten Verhältnissen. Mehr Infos und wie du dich für die 4 mal jährlich erscheinenden Kuba-News anmelden kannst, findest du hier: agape.ch/kuba

„*“ zeigt erforderliche Felder an