Gott wirkt durch Alphalive YOUTH: Wenn unsere jungen Erwachsenen ihre Glaubensbiographie erzählen, dann ist oft am Alphalive Weekend Entscheidendes passiert! Es ist seit Jahren das bestbesuchte Angebot unserer Jugendarbeit. Enrico, evang.-ref. Kirche Altstätten SG
Ab diesem September wird die neue Alphalive YOUTH Serie lanciert. An der Explo nimmt uns Dan Blythe (Int. Leiter Alphalive YOUTH) in seine spannende Reise zu Gott mit und erzählt von der «Silent Revival». Diese erweckliche Bewegung erleben gerade viele Kirchen in England. Sie ist geprägt von Jugendlichen und Studierenden, die sich nach Gottes Nähe sehnen und ihn in der lokalen Kirche finden.
Hier geht’s zum Explo Programm
Als Eltern wünschen wir uns, dass unsere Kinder eine möglichst sorglose Kindheit erleben. Auch wenn wir wissen, dass es nicht gesund oder förderlich ist, sie vor allem Schweren zu bewahren, hoffen wir gleichzeitig, dass sie wichtige Lebenslektionen möglichst schmerzfrei lernen können. Was aber, wenn eine Person aus unserem direkten Umfeld stirbt und es unausweichlich ist, dass unsere Kinder mit Tod und Trauer konfrontiert werden?
Zum Blogbeitrag: www.familylife.ch
Nicole Schröder ist verheiratet mit Markus und hat zwei Töchter im Teenageralter. Sie hat ihren Job als Sekundarlehrerin an den Nagel gehängt und arbeitet bei Campus für Christus als Co-Chefredakteurin des Amen Magazins.
Die neue Kultur: FRIEDENSTIFTERINNEN UND BRÜCKENBAUER
Andreas «Boppi» Boppart leitet seit zwölf Jahren das Missionswerk «Campus für Christus» in der Schweiz. Mit 110 hauptamtlichen Mitarbeitenden ist es eine grosse freie Missionsbewegung in der Schweiz, getragen vor allem von Spenden. Immer wieder wird er gefragt: «Sag endlich mal, was Campus glaubt. Wohin geht eure Reise?» Hier seine Antwort:
Viele erwarten meine Meinung zu ganz unterschiedlichen Themen. Nachvollziehbar ist, dass die Forderung nach klarerer Positionierung immer dann lauter wird, wenn Dinge sich umwälzen. Im Moment entlädt es sich gerade stark am Thema der Sexualmoral. Diskussionen wie diese kommen immer wieder in Wellen und betrafen in den letzten Jahren ganz unterschiedliche Themenbereiche: ethische, theologische, lebenspraktische.
Von meinem Vorgänger in der Leitung, Hanspeter Nüesch, habe ich gelernt, wo immer möglich das Miteinander zu suchen – und nach Gottes Spuren beim Gegenüber. Denn mindestens ebenso wie das vermeintlich Falsche des anderen vermag die eigene Einseitigkeit Schaden anzurichten. Deshalb brauchen wir einander. Doch das gegenseitige Handreichen wird nicht immer verstanden.
Als Sophie die Tür hinter sich zuzieht, kann sie ihre Tränen nicht länger zurückhalten. So etwas Hinterhältiges hat sie noch nie erlebt. Ihr Vertrauen wurde ausgenutzt. Und das von einer vermeintlich guten Freundin. Gerade hat sie erfahren, dass diese Freundin anderen von der Krankheit ihrer Tochter erzählt und dabei sogar noch angedeutet hat, dass sie als Mutter schuld daran sei. Ein Schwall von Wut, Angst und Ohnmacht überkommt sie.
Ihr Mann Thomas, der im Homeoffice arbeitet, hört das Schluchzen seiner Frau. Sofort eilt er herbei. Während sie ihm die ganze Geschichte erzählt, merkt er, wie in ihm die gleichen Gefühle wie bei seiner Frau hochsteigen. Er fragt sich, wie er reagieren soll.
Den ganzen Blogbeitrag findest du hier: familylife.ch/ansteckende-emotionen/
Ein Beitrag aus dem FIVE-Paarblog von Marc Bareth
FAMILYLIFE stärkt Menschen in ihren familiären Beziehungen und in ihrer Beziehung mit Gott – mit Schulungen, Kursen und weiteren Angeboten für Paare, Eltern und Geschiedene.
Seraina erzählt: «Noch bevor unser Einsatztag endete, wusste ich: Zu dieser jungen Frau, die neben dem Stein sitzt, müssen wir noch gehen. Wir waren zu zweit unterwegs und im Rahmen einer Einsatzwoche sprachen wir Touristen in Montreux an. Wir kamen mit der Frau ins Gespräch und erfuhren, dass sie aus Frankreich kommt, hier jobbt, marokkanische und italienische Wurzeln hat und gerne Model werden möchte. Ich fragte, ob wir für sie im Namen Jesu beten dürften. Darauf erwiderte sie, sie sei Muslima und glaube wohl etwas anderes als wir. So kamen wir dann ins Gespräch über den Glauben an Jesus Christus. Während des Gesprächs stellte sie viele Fragen, die sie zum Christentum hatte. Wir zitierten Bibelstellen, erzählten aber auch von persönlichen Erlebnissen. Am Schluss erklärte ich ihr das Evangelium noch anhand der vier Symbole von THE FOUR. Ich schenkte ihr das Armband und die Erklärbroschüre. Sofort zog sie das Armband an und war mega happy. Danach fragte sie uns, wieso wir denn genau sie angesprochen hätten. Sie sei gerade auf der Suche nach der Wahrheit und wolle die verschiedenen Religionen kennenlernen. Und dann kamen wir. Das hat sie sichtlich berührt.»
Seraina war Teil eines internationalen Einsatzteams «Salam Alaikum» in Montreux, ein Einsatz von Agape international, einem Team aus dem Nahen Osten und Campus für Christus in der Romandie. Auf der Seepromenade kamen sie mit Touristen ins Gespräch. Seit Jahren finden diese Einsätze im Sommer in Genf und Montreux statt.
In Hallau entsteht derzeit ein bemerkenswertes Projekt, das weit über die regionalen Grenzen hinaus Hoffnung schenken soll. Unter dem Titel „Ein Container. Ein Zuhause.“ verwandelt die Freikirche Chrischona Hallau in enger Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Global Aid Network (GAiN) Switzerland einen unscheinbaren 40-Fuss-Frachtcontainer in ein vollwertiges und sicheres Zuhause für einen Rentner in der Ukraine. Das Projekt, das von vielen Freiwilligen und Firmen aus der Region getragen wird, ist mehr als nur ein Bauvorhaben – es ist ein lebendiges Zeichen der Solidarität.
Vom Frachtcontainer zum Tiny House
Die Idee, einen Schiffscontainer umzufunktionieren, wurde von GAiN Germany vor mehr als zehn Jahren bewusst gewählt, um die Situation von Menschen in Not zu verbessern. „Wenn wir die Lebensumstände verändern können, retten wir zwar nicht die ganze Welt, aber wir bringen Hoffnung für einzelne Leben und Hoffnung bedeutet Zukunft!“, erklärt Klaus Dewald, CEO von GAiN Germany und Initiator des Projekts bei GAiN Switzerland. Diese Vision treibt auch die ehrenamtlichen Helfenden in Hallau an. Was als leerer, kalter Stahlkasten angeliefert wurde, wird mit jedem Arbeitsschritt zu einem Ort des “Zuhause seins”. Die Freiwilligen entrosten den Container, schneiden Löcher für Fenster und Türen, dämmen die Wände, verlegen Elektrik und gestalten den Innenraum so, dass er allen alltäglichen Bedürfnissen gerecht wird. “Wir sind überzeugt, dass dieses Projekt weit über die Schaffung von Wohnraum hinausgeht. Zusammen mit lokalen Firmen, Vereinen und Freiwilligen an einem Strick zu ziehen, um etwas Grosses zu bewegen, motiviert mich, das Projekt umzusetzen.” sagt Lukas Hallauer, Co- Bauleiter des Projekts der Chrischona Hallau. Andreas Keller von GAiN Switzerland ergänzt: „Das Containerhaus-Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie praktische Hilfe und ehrenamtliches Engagement das Leben von Menschen in Not nachhaltig verändern können. Oft scheinen einem die Hände gebunden zu sein, aber hier kann man persönlich etwas bewirken. Dieses Pilotprojekt in Hallau wird uns wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Projekte dieser Art liefern.“ Das Projekt ist für GAiN Switzerland die erste Durchführung, weitere sollen in den kommenden Jahren folgen.
Der Zeitplan des ambitionierten Vorhabens ist straff getaktet: Nachdem der Container im Juni in Hallau angeliefert wurde, startete die Bauphase Anfang August auf dem Gelände der Christen Holz AG in Hallau. Die Freiwilligen arbeiten mit Hochdruck, um den Ausbau Ende September fertigzustellen. Anschliessend wird das fertige „Containerhaus“ am Herbstfest Hallau der Öffentlichkeit vorgestellt, um für das Schicksal der Menschen, die kein Zuhause haben, zu sensibilisieren und die Wichtigkeit solcher Hilfsaktionen zu zeigen. Die Auslieferung des Containers an seinen Bestimmungsort ist für den Frühling 2026 geplant, weil das Winterhalbjahr eine Installation erheblich erschwert.
Ziel Ukraine
Manchmal ist ein Haus mehr als nur ein Gebäude. Für einen Rentner in der Ukraine bedeutet es eine zweite Chance, einen Neubeginn nach einem Leben, das von Verlust und Flucht geprägt war. Die bewegende Geschichte eines älteren Mannes aus Armenien zeigt, weshalb das Containerhaus-Projekt der Chrischona Hallau und GAiN so wichtig ist.
Schon 1994 musste er mit seiner Familie vor dem Krieg in Karabach (Armenien) fliehen und fand in der Ukraine eine neue Heimat. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit ihm: Nach dem Zusammenbruch der UdSSR verlor er seine Arbeit, woraufhin ihn seine Frau verliess. So deprimiert, dass er dem Leben ein Ende setzen wollte, rettete ihn letztlich nur ein tiefer Glaube. Nun, Jahrzehnte später, musste er erneut fliehen – diesmal vor dem Krieg in der Ukraine. Er fand Zuflucht bei einer Familie, die von einer lokalen Kirchgemeinde unterstützt wurde. Das Projekt, das ihm nun ein eigenes Zuhause in einem sicheren Dorf ermöglichen soll, ist somit weit mehr als nur praktische Hilfe. Es ist eine Botschaft der Menschlichkeit. Für einen Mann, der zweimal fliehen musste und fast alles verloren hat, ist dieses Haus nicht nur ein Dach über dem Kopf. Es ist ein Symbol für Frieden, Stabilität und die Hoffnung, dass es nach so viel Leid doch noch einen Ort der Geborgenheit geben kann.
Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund
Das Projekt hat nicht nur das Ziel, Menschen in Not zu helfen. Es möchte auch hier in der Schweiz Helfende zusammenbringen und auf die verschiedenen Nöte in Europa aufmerksam machen. Es geht nicht darum, mit zwei, drei Firmen das Projekt möglichst perfekt und schnell abzuschliessen, was mehr unserer Kultur entsprechen würde, sondern auch die Menschen in der Region zusammenbringen, um Gutes zu tun. Matze Koch, leitender Pastor der Chrischona Gemeinde sagt auch: “Es ist eine grandiose Sache, weil wir gemeinsam Gutes tun und Potenzial in Menschen freisetzen können. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit zwischen Chrischona- Gemeinde und dem Dorf.”. Von Jugendlichen bis zu Rentnern, von Handwerkern bis zu Laien packen alle mit an. Dieses Engagement zeigt, wie unkompliziert und wirkungsvoll Hilfe sein kann, wenn sich Menschen zusammenschliessen.
Wer sich von diesem Gemeinschaftsprojekt inspirieren lässt und mithelfen möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Das kann man durch finanzielle Unterstützung über die Webseite oder ganz praktisch auf der Baustelle. Interessierte Freiwillige, die ihre Zeit und ihr Können einbringen möchten, können sich direkt an Tirza Müller (Osterfingen) wenden, sie koordiniert die Helferinnen und Helfer.
Weitere Informationen zum Projekt und zum aktuellen Stand der Arbeiten sind auf der Webseite der Chrischona Hallau oder GAiN Switzerland verfügbar:
GAiN Switzerland (Global Aid Network) ist der humanitäre Partner von Campus für Christus Schweiz. Das internationale Hilfswerk hilft Menschen in Krisensituationen sowie bei plötzlich auftretenden Katastrophen und bietet langfristige Unterstützung mit dem Ziel, Hoffnung und Würde zurückzugeben. GAiN unterstützt Hilfsprojekte im Ausland und organisiert Mitmach- und Sammelaktionen in der Schweiz.
Gemeinsam mit Gilberto, dem Leiter von Agape Kuba, einem Freund aus der Schweiz und zwei kubanischen Freunden waren wir unterwegs. Wir gelangten in Dörfer, welche wegen Benzinmangels oder Mangel an Reparaturmöglichkeiten schwierig erreichbar sind. Die Nahrungsmittelknappheit war während der ganzen Reise ein Thema.
Während den ersten zwei Tagen auf dem Fahrrad knurrte mein Magen ununterbrochen. Früchte oder ein Snack waren nirgends zu finden. Und die Zwiebeln, welche am Strassenrand verkauft wurden, lösten bei mir keine Euphorie aus. Mit zunehmendem Heisshunger und Energielosigkeit und dem Nichtwissen des Zieles, schwand die Anfangseuphorie auf der karibischen Insel. Regen, vermehrte Reifenpannen und die einbrechende Dunkelheit halfen meiner Motivation nicht. Doch nach Ankunft bei der ersten Gemeinde, etwa 120 Kilometern ausserhalb von Havanna, wurde mir klar weshalb ich hier bin.
Wir besuchten Gemeindeleitende, die wir mit Lohnzuschüssen unterstützen. Wir brachten Lebensmittel mit, aber vor allem verbrachten wir Zeit mit den Menschen. Anders als im Auto waren wir den Menschen unterwegs viel näher.
Wie wenig viel bewirkt
«Wir verdanken Agape international alles. Ihr seid wie Engel für uns. Wir danken Gott, dass er durch die Schweizer Unterstützer uns hier so segnet. Durch euren Besuch fühlen wir uns wie eine Familie.» Pastor einer Gemeinde mit etwas mehr als 20 Mitgliedern
Dank dem Lohnzuschuss, hat die Gemeinde beispielsweise Kirchenbänke. Aber in erster Linie einen freigesetzten Pastor, der sich der Nöten der Menschen im Dorf annimmt. Als Gemeinde besuchen sie in ihrem Dorf zweimal pro Woche Leute zu Hause. Sie fragen, wo der Schuh drückt und ob sie dafür beten können. Das Pastorenehepaar erzählt uns, dass seit der Covid-Pandemie alles schwieriger geworden ist. Denn sie erhalten oft die Antwort, dass sie nicht Gott brauchen, sondern Essen und Kleider.
Gilberto besuchte diese Gemeinde vor 10 Jahren. In der Zwischenzeit besuchte sie niemand. Gilberto war der Erste und jetzt wieder der Nächste. Nicht einmal der Deminationsleiter kam vorbei.
In einfachen Häusern hiessen uns die Menschen freudig willkommen. Das Wenige, das wir in unseren Fahrradtaschen dabei hatten (Milchpulver, Öl, Seife), löste grosse Freude aus. Wenn wir 1 Kilo Milchpulver brachten, war das für sie ein Wunder. Sie müssten dafür in die Stadt fahren und einen Monatslohn zahlen.
Ein weiteres Pastoren-Ehepaar erzählte uns, dass sie in der Woche vor unserer Ankunft schauen mussten, dass sie überhaupt noch Reis und Bohnen essen konnten. «Wir leben an diesem abgelegenen Ort, weil wir selbst Gottes Liebe erfahren haben. Und das wollen wir wiederum teilen.» Einmal mehr bin ich beeindruckt vom Engagement dieser Männer und Frauen in ihren Kirchgemeinden. Unterwegs hörten wir viele solche Geschichten.
In allen Begegnungen erlebte ich, dass sie Schulter an Schulter, Salz und Licht für ihre Gemeinden und ihre Dörfer sein wollen. Sie lassen sich nicht aufhalten, Gottes Liebe zu reflektieren, obwohl die Umstände anspruchsvoll sind. Dasselbe gilt für Nicole und Gilberto, welche unermüdlich Reich Gottes in Kuba bauen.
Agape Kuba unterstützt seit 24 Jahren auf der ganzen Insel jährlich bis zu 500 einheimische Gemeindeleitende in ihrem Dienst. Die meisten leben in einfachsten Verhältnissen. Mehr Infos und wie du dich für die 4 mal jährlich erscheinenden Kuba-News anmelden kannst, findest du hier: agape.ch/kuba
Bei uns wird während der Mahlzeiten immer viel geredet. Ich habe schon vor langer Zeit gelernt, dass es am besten ist, zuzuhören, statt selbst etwas beizutragen, wenn alle von ihrem Erleben erzählen. Mittlerweile kann ich das ganz gut, und einfach zuzuhören hat mich schon oft vor falschen Reaktionen bewahrt. So auch vor ein paar Tagen.
Da ging es um eine Situation, in der eines meiner Kinder meiner Meinung nach eine eher unrühmliche Rolle einnahm. Ich ärgerte mich – und zwar so richtig. So, dass ich mich jedes Mal von neuem ärgerte, als ich in der folgenden Nacht ein paar Mal aufwachte – wobei der schlechte Schlaf nichts damit zu tun hatte.
Am nächsten Morgen wünschte ich mir einen einfachen 3-Schritte-Plan herbei, mit dem sich das Kind im Nu wieder auf die richtige Spur bringen liesse. Auf dem Weg zur Arbeit blätterte ich im Buch «Große Ziele, kleine Schritte” von Philip Mamalakis. Einen 3-Schritte-Plan findet man dort nicht; aber eine weise Regel für all die mehr oder weniger großen Herausforderungen, die man mit den Kindern hat. Sie lautet: Antworten statt reagieren.
Reagieren meint, spontan und unüberlegt zu handeln. Wie reagierst du, wenn deine Kinder streiten? Wirst du wütend oder schimpfst du? Wirst du zum Schiedsrichter im Streit zwischen den beiden? Oder erinnerst du sie an die Regeln, die in eurer Familie gelten? Ich selbst habe als Mutter alle diese Reaktionen gezeigt. Schimpfen und zum Schiedsrichter werden ist offensichtlich nicht optimal. Ein Kind an die Regeln zu erinnern, ist aber auch nur dann angebracht, wenn es diese im Moment wirklich vergessen hat. Reaktionen sind aus einem weiteren Grund nicht ideal. Sie hängen in der Regel von meiner Laune, meinen Gefühlen, Erwartungen und Ängsten ab – ziemlich sicher reagiere ich auf das gleiche Fehlverhalten nicht immer gleich. Erziehung bedeutet sowieso nicht, Probleme schnellstmöglich loszuwerden und zu unterbinden. Das wäre zwar manchmal am einfachsten und würde schnell wieder für Ruhe sorgen.
Antworten bedeutet deshalb vor allem, dass wir uns selbst im Griff haben und unser Kind nicht unüberlegt verletzen und die Beziehung zu ihm beeinträchtigen. Eine Antwort richtet sich nach dem langfristigen Ziel und den Werten, die wir erreichen und vermitteln wollen. Wenn wir antworten, berücksichtigen wir die Person des Kindes und die Gründe hinter dem Fehlverhalten. Normalerweise dauert es eine Weile, bis man weiss, wie man antworten möchte. Das bedeutet jedoch nicht, das Fehlverhalten zu entschuldigen oder nachsichtig zu sein.
Im Idealfall ist unsere Antwort so, dass unser Kind daraus lernen kann. Streit unter Geschwistern, welche Regeln beim Essen oder Einkaufen gelten, das Teilen von Spielsachen, Diskussionen um Ämtchen oder das Aufräumen am Abend, das Chaos vor der Schlafenszeit, Schwierigkeiten in der Schule – überall lohnt es sich, nach einer Antwort zu suchen und die Situation als Lerngelegenheit zu nutzen und nicht mit einer unbedachten Reaktion das Problem aus der Welt zu schaffen.
Das braucht sicherlich Übung, ist aber machbar. Ich habe mir deshalb am nächsten Tag überlegt, wie eine Antwort aussehen könnte. Mir wurde klar, dass Angst zum Fehlverhalten geführt hatte. Anstatt den Finger auf den Fehler zu legen, beschloss ich, das Kind zu lieben (Liebessprachen!) und es mit kleinen Alltagsbeispielen darauf hinzuweisen, dass Gott in der Situation, die ihr Angst macht, begleitet und versorgt. Gleichzeitig machten wir den Wert, den sie verletzt hatte, immer mal wieder zum Thema.
Wie reagierst du auf Fehlverhalten deines Kindes?
Nimm eine typische, häufige Situation und überlege, wie du antworten statt reagieren könntest. Probiere es aus. Wenn sie funktioniert: wunderbar. Wenn nicht: Wie könntest du mit deiner Antwort eine Lerngelegenheit für dein Kind schaffen?
Zum Blogbeitrag: https://www.familylife.ch/antworten-statt-reagieren/
Die Geschichte beginnt im Dezember 2024 in Elbasan, Albanien.
GAiN-Mitarbeiter Daniel erzählt: Unser Team befindet sich gerade im Hilfsgüterlager von GAiN Albanien in Elbasan, als mir ein lokaler Mitarbeiter von Campus für Christus einen Mann namens Arian (Name geändert) vorstellt. Innerhalb kürzester Zeit sind wir tief im Gespräch, tauschen Erfahrungen aus und Arian erzählt mir von seiner Kinder- und Jugendarbeit mit Fokus Fussball. Sein Team begleitet Kinder und Jugendliche der Altersstufen U12, U16, U18. Aber nicht nur auf dem Platz: Ziel ist es, sie sportlich zu fördern und ihnen Jesus näherzubringen. Sie trainieren regelmässig, treten bei christlichen Turnieren an, verbringen ihre Freizeit miteinander – z. B. beim Campen. Es ist eine wertvolle und tiefgehende Arbeit, die Arian mit seinem Team in einem abgelegenen Bergdorf leistet.
Könnte GAiN Unterstützung bieten?
Nun ja… Fussball und GAiN – klingt erstmal nicht nach einem klassischen Match. Doch dann erzählt Arian von einem zukünftigen/geplanten Projekt: ein Ganzjahres-Fussballplatz mit Dach und Kunstrasen – mitten im regenreichen, matschigen Bergdorf. Noch stehen sie ganz am Anfang. Mir kommt eine Idee: Ich erinnere mich an einen Kontakt aus der Sportbereich-Organisation vom PraiseCamp – jemand, der mit Kunstrasen zu tun hat. Also rufe ich an, einfach so. Was dann passiert, ist kaum zu glauben:
Zehn Minuten später: 450 Quadratmeter Kunstrasen – geschenkt!
Eine Menge Rasen, die Arian gut für seinen Platz brauchen kann. Wir holen das Material im Zürcher Oberland ab. Und Arian? Der kann es kaum fassen, sagt, es sei ein Segen!
Ein paar Wochen später besucht er uns im Hub von Campus für Christus in Zürich-Altstetten. Gemeinsam durchstöbern wir auch unser GAiN-Hilfsgüterlager in Schlieren, werfen einen Blick auf den Kunstrasen und komplettieren die Lieferung mit allem, was sonst noch hilfreich sein könnte. Zwei Wochen danach ist das gesamte Material auf dem Weg nach Albanien.
Eine richtig starke Geschichte, oder?
Warte, sie ist noch lange nicht zu Ende. Einige Tage vor dem Besuch unserer Freunde klingelte mein Telefon. Am Apparat: der Geschäftsführer der Kunstrasenfirma. Er erzählt mir von einer neuen Offertanfrage – von niemand Geringerem als der Stadt Basel. Für die Fussball-Europameisterschaft der Frauen im Juli 2025 will die Stadt 3500 Quadratmeter Kunstrasen fürs Public Viewing. Kostenpunkt: ein hoher fünfstelliger Betrag. Für vier Wochen. Der Geschäftsführer denkt kurz nach und bietet der Stadt einen hochwertigeren, wiederverwendbaren Kunstrasen mit einem Nachhaltigkeitsaspekt an. Dabei hat er Arians Kinder- und Jugendarbeit in Albanien im Kopf. Die Stadt Basel nimmt das Angebot an. Und so verladen wir am 29. Juli in Basel eine weitere Kunstrasenanlage.
Ein neuer Spieler betritt das Spielfeld
Zwischen den beiden Lieferungen bekommt ein Fussballtrainer aus Herisau Wind von unserer Aktion. Bei ihm wird gerade ein Kunstrasenplatz erneuert. Als wir schlussendlich ein Telefon von ihm erhalten und er die Situation erklärt, wird klar, dass dies der krönende Abschluss werden könnte. Die Spielfläche für ein lizenziertes 11×11 Spielfeld mit einem Total von 6000 Quadratmetern ist uns bereits zugesprochen. Innerhalb von drei Wochen führen wir eine Fundraisingkampagne durch und organisieren die Lastwagen. Als Ende Juni der letzte Lastwagen vom Platz rollt, wissen wir, dass wir einen weiteren Meilenstein erreicht haben. Die Fussballschule wird das lang ersehnte und erbetene Kunstrasenspielfeld in lizenzierter Grösse erhalten.
Mich bewegt die Geschichte zutiefst. Weil sie zeigt, wie Menschen – wenn sie einmal berührt sind – aktiv werden. Nicht wir haben die zweite und dritte Lieferung organisiert, sondern ein Geschäftsführer, der von der Vision so inspiriert war, dass er sie ohne Nachfrage in seine Offerte eingebaut hat. Oder der Fussballtrainer, der sich bei den richtigen Personen einschaltete und den Weg ebnete, so dass wir nur noch mit den LKWs anrollen mussten. Gott hat immer wieder aufs Neue gezeigt, wie sich Projekte entfalten und weiterentwickeln können, sobald er Menschen an die richtigen Positionen stellt und wirken lässt.
“Wir unterstützen seit Jahren karitative Projekte für Kinder und Jugendliche rund um das Thema Fussball in der Schweiz. Deshalb unterstützen wir auch gerne mal ein Projekt wie dieses im Ausland.” – CEO Kunstrasenfirma
GAiN Switzerland ist der humanitäre Partner von Campus für Christus Schweiz. Das internationale Hilfswerk hilft Menschen in Krisensituationen sowie bei plötzlich auftretenden Katastrophen und bietet langfristige Unterstützung. GAiN unterstützt Hilfsprojekte im Ausland und organisiert Mitmach- und Sammelaktionen in der Schweiz.
Mit Gemüsesamen und Maschendraht machten sich William und unser Sohn Natanael im Februar auf den Weg nach Lomerio. Diese Region ist doppelt so gross wie der Kanton Zürich. Auf der Fahrt kamen sie an mehreren geschlossenen Tankstellen vorbei. Benzin- und Dieselengpässe sind jede Woche von neuem ein Thema. Gott sei Dank fanden sie rechtzeitig eine Tankstelle, die Treibstoff hatte, so dass sie die Reise fortführen konnten. Der Regen hat die Pflanzen grünen lassen und in eine wunderschöne Landschaft verwandelt. Doch die Strasse war zum Teil in sehr schlechtem Zustand. Eine Holzbrücke mussten die Beiden sicherheitshalber zuerst kontrollieren und notdürftig richten, bevor sie diese vorsichtig überqueren konnten.
Reisen nach Lomerio sind ein Abenteuer. Unterwegs übernachteten William und Nathanael im Zelt. Sie stellten es in der Kirche auf, um vor wilden Tieren, Schlangen, streunenden Haustieren und Regen besser geschützt zu sein. Die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit haben sie jedoch kaum schlafen lassen.
Interessierte Familien
Nacho und Ignacio, unsere Projektbetreuer vor Ort, haben die Familien aus den umliegenden Dörfern zu einem Informationstag zum Thema «Garten anlegen» eingeladen. Neben theoretischen Grundlagen hatten die Interessierten auch eine praktische Schulung. Jetzt, zum Ende der Regenzeit, ist der ideale Zeitpunkt, um einen Gemüsegarten anzulegen. 11 Familien haben nach der Schulung mit der Arbeit am eigenen Garten losgelegt. Als William und Nathanael einige Tage danach in der Region eintrafen, hatten einige Familien ihr Landstück bereits gesäubert und begonnen, Beete anzulegen. William hat den Interessierten Maschendraht zum Schutz vor Tieren und Samen übergeben. Er gab eine Schulung über Hühnerhaltung, offene Wassertanks und Gemüsegärten. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf die Herstellung von Naturdünger. Lomerio litt in den letzten Jahren unter Dürren, was die Selbstversorgung schwierig macht. Das Ziel der Projekte ist, dass die Landbevölkerung in der Region durch die Landwirtschaft und mit Kleingewerbe genügend Einkommen generiert – damit sie sich gesund ernähren, in angemessenen hygienischen Verhältnissen leben und mit den natürlichen Ressourcen umgehen können.
Neue Perspektiven durch die Selbstversorgung
Die soziale und politische Lage in Bolivien ist angespannt. Es ist eines der ärmsten Länder Südamerikas. Die Bevölkerung leidet trotz des Reichtums an Bodenschätzen unter Korruption und politischer Instabilität sowie dem Klimawandel. Jungen Menschen fehlt eine Perspektive für ihre Zukunft.
Ignacio Garcia ist Pastor und Projektbetreuer. Er lebt mit seiner Frau Rosilia und drei ihrer fünf Kindern in Surusubi de Lomerio. Als William ihn im März 2024 besucht hatte, hatte die Familie bereits einen Gemüsegarten angelegt und die ersten Tomaten ernten können. Auch mit der Aufzucht von 20 Junghühnern hatten sie begonnen, die sie durch das Projekt erhalten hatten. Im Brutkasten lagen 70 Eier, aus denen in wenigen Tagen Küken schlüpfen würden. Ein halbes Jahr später besuchte William die Familie erneut und erzählt:
«Besonders freut mich, dass er das, was wir durch das Projekt vermitteln, in die Praxis umsetzt. Mir fiel auf, wie viel sich in seinem Haus und seiner Familie positiv verändert hat. Die Hühner waren gross und gut genährt und produzierten Eier. Die Familie hatte mehr und vielfältigeres Essen. Wir erhielten zum Frühstück frische Brötchen, gebacken mit Eiern von ihren Hühnern. Diese waren einfach köstlich. Am meisten freute mich allerdings der Gesichtsausdruck von Ignacio und Rosilia: er spiegelte Freude und Optimismus wider.»
Die Schulungen zur Selbstversorgung sind eine gute Möglichkeit, Menschen Gottes Liebe in Wort und Tat weiterzugeben.

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